Zucchiniquiche ohne Teig

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Eigentlich war das Kilo Zucchini für Zucchinipuffer gedacht, aber ich war müde am Abend. Darum wollte ich nicht eine Stunde Puffer braten und habe im Netz geschaut was es so noch gibt. Und inspiriert von ichkoche.at und etwas abgewandelt gab es die wirklich gute Zucchinquiche ohne Teig. Optimal für einen Haushalt in dem nun 2 Vollzeitvegetarier leben (Kind 1 seit 3 Jahren?, Kind 2 seit gestern mit einem gefühltem 1 kg Salami im Kühlschrank exklusiv für es gekauft 🙄). Der Lange und ich sind immer noch Flexitarier mit Aufschnitt beim Frühstück und Sonntagsbraten.

Zutaten ( 15 min vorbereiten, 10 min warten, 50 Minuten backen)

  • 1.2 kg Zucchini
  • 1 Teelöffel Salz
  • 3 Blätter Minze (oder Thymian wenn man Minze nicht mag), feingehackt
  • 3 Frühlingszwiebeln, das grüne in feine Ringel, die Zwiebel in feine Würfel
  • 5 Eier
  • Optional: 100 g Ziegenfrischkäse (nur ich darf nicht 🤬)
  • eine Handvoll Kirschtomaten halbiert ( ehrlich: optisch hübsch, geschmacklich in dem Fall nebensächlich)
  • 2 Esslöffel Olivenöl für die Form

Die Zucchini grob reiben und mit dem Salz mischen. 10 -30 Minuten in einemieb abtropfen lassen. Den Backofen auf 210°C Ober/Unterhitze vorheizen. Eine 26 cm Form grosszügig mit Olivenöl ausreichen. Eine rechteckige Auflaufform ginge sicher auch gut.

Die Eier mit einem guten Prise Salz verquirlen und die Kräuter und Frühlingszwiebeln unterrühren. Die Zucchini auspressen und mit der Eiermasse mischen. In die geölte form geben, Glattstreichen und mit den halben Tomaten dekorieren.

Im unteren Drittel des Backofens für ca. 40 Minuten backen bis es schön braun ist. Vor dem zerschneiden noch 10 Minuten ruhen lassen.

Das gibt zusammen mit einem Salat ein leichtes Abendessen oder eine sommerliche Beilage zu kurz gebratenem Fleisch. In Rhomben geschnitten sind das nette Aperohäppchen.

Roggenschrotbrot 2 für David (Hydration 80%)

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Dieses Rezept ergibt ein sehr saftiges, lange frisches Körnerbrot. Aber das hat seinen Preis denn Roggenmehl plus 80% Hydration (80 g Wasser auf 100 g Mehl) macht einen sehr klebrigen Teig. Aber nicht den Mut verlieren, 2 Teigkarten und 1 Schüsserl Wasser bereithalten und die Arbeitsfläche gut mit Haferflocken bestreuen. Für 1 Brot die Menge halbieren, aber Achtung: die Ruhezeiten verkürzen sich ein wenig.

Vorteig (am Abend vor dem Backen oder früh am Morgen)

  • 80  g Sauerteig (Weizen)
  • 250 g Roggenschrotmehl (Coop)/Roggenvollkornmehl
  • 250 g Wasser

Alle Zutaten mischen und luftdicht abgedeckt bei bei Raumtemperatur ca. 12 Stunden gehen lassen. Der Vorteig soll hübsch blasig aussehen. Wenn  man es sehr eilig hat und gerne am gleichen Tag backen möchte kann man 1-2 g Hefe hinzufügen. Dann sollte man aber am Morgen beginnen. Will man ein wenig Zeit schinden: in den Kühlschrank nach 2 Stunden Raumtemperatur. Dann gibt das ein Ruhezeit von ca. 24 h und man kann spontan ins Kino oder was so halt ansteht.

Brühstück ( 5 Stunden bis 1 Tag vorher)

  • 200 Grober Roggenschrot (ganze Körner noch erkennbar) oder auch ganze Körner
  • 100 g Sonnenblumenkerne
  • 30 g Leinsamen ganz oder Chiasamen
  • 10 g Salz
  • 300 g kochendes Wasser

Die Kerne mit dem Salz vermischen und dem kochenden Wasser übergiessen. Luftdicht abdecken (Deckel oder Folie) und am besten 5 Stunden bei Raumtemperatur quellen lassen. Danach kann man es sehr gut im Kühlschrank parken. Vor  der Verwendung aber bitte wieder auf Raumtemperatur erwärmen lassen, sonst erschreckt sich der Sauerteig.

Hauptteig (Backtag, 2-3 Stunden Teigruhe, plus 40-45 min backen)

  • Vorteig
  • Brühstück
  • 300 g Roggenvollkornmehl /dunkles Roggenmeh
  • 200 g Ruchmehl oder Weizenvollkornmehl
  • 10 g Salz
  • 10 g Brotgewürz, fein oder grob gemahlen oder ganz (zu gleichen Teilen Fenchel/Koriandersamen/Kümmel/Anis). Zur Not tut es auch der Inhalt eines Fenchelteebeutels plus ein paar zerstossen Kümmelsamen
  • 320  g Wasser
  • grobe Haferflocken zum Formen!!

Mit dem K-Haken der Küchenmaschine 10 Minuten bei Stufe 2 kneten. Der Teig ist klebrig, daher ist es gut wenn man 2-3 mal stoppt und den Teig vom Haken kratzt und vom Rand wegschiebt.

Zugedeckt 2-3 Stunden gehen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt. Bei Berührung soll sich eine kleine Delle bilden die noch zurückgeht. Dann ist der Teig ideal zum Weiterverarbeiten.

Alternative: 2 Kastenformen mit Backpapierzuschnitten auslegen und den Teig direkt hineinfüllen und mit Haferflocken dicht bestreuen. Es empfiehlt sich einen Helfer zu haben der das Backpapier hält oder das Papier so gross zu scheiden dass es fixiert werden kann. Den Teig in der Form gehen lassen und direkt backen

Wenn der Teig wieder zusammenfällt beim der Berührung dann ist er übergangen. Da hilft nur eins: Den Teig auf ein Backpapier geben und mit möglichst wenig Druck zu etwas Brotlaibähnlichem formen und so schnell wie möglich in den Ofen geben.

Vorbereiten/ Formen/ Backen

  • 1 h Stunde vor Backen den Ofen auf 250° (oder was halt geht) vorheizen. Kurz vor dem Backen ein feuerfestes Gefäss mit Wasser auf den Backofenboden stellen.
  • 2 Teigschaber und eine kleine Schüssel mit Wasser bereitstellen.
  • 2 Kastenformen (Länge 30 cm) und passenden Backpapierausschnitte Bereitstellen
  • Die Arbeitsfläche gut mit groben Haferflocken bestreuen

Den Teig mit der Teigkarte auf die Haferflocken kippen. Mit Haferflocken bestreuen und in 2 Hälften teilen. Jede Hälfte mit Hilfe einer nassen Teigkarte und Haferflocken zu einem Block Formen der in die Kastenform passt. Das Backpapier darüber legen, und schnell die Form darüber. Mit der Teigkarte unter den Teig fahren und alles wenden.

Den Teig In der Form nochmals ca. 30 Minuten gehen lassen. Kurz vor dem Backen mit einem scharfen Messer den Teig in der Mitte ca. 1 cm tief einschneiden.

  • 10 Minuten bei 250°C backen
  • 35 Minuten bei 220°C backen

Das Brot ausgepackt auskühlen lassen und idealerweise erst am nächsten Tag anschneiden. Das hat bei uns noch NIE geklappt.😀. Das ist das perfekte Brot für:

  • Butter , pur oder mit Schnittlauch oder Salz und Pfeffer
  • Leberwurst
  • Speck

Sobanudeln, Karotten, Onsen-Ei und Kokos-Wirsing

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Seid so einem halben Jahr ist und isst Kind 1 nun aus Überzeugung -Klima und Tiere -vegetarisch. Und das -abgesehen von einigen wenigen Aussreissern wie dem geistesabwesenden Verschlingen von 10 IKEA Bällchen- mit beindruckender Disziplin und Überzeugung. Überwältig von soviel Konsequenz bin ich nun auch ein definierter Flexitarier, d.h. 6 Tage vegetarisch und an einem Tag ist Fleisch gestattet. Was hauptsächlich heisst dass ich unter der Woche keinen Aufschnitt mehr esse. Das macht den Langen auch glücklich weil ich ihm dann am Abend vor lauter Müdigkeit nun nicht mehr den Schinken fürs Frühstücksbrot wegesse.

Also gibt es bei uns jetzt mehr vegetarisch. Das folgende Gericht ist leicht japanisch inspiriert und wird von uns allen gern gegessen und ist auch recht einfach zu kochen.

Onseneier ( 40 Minuten ohne Aufsicht)

4 Eier im Steamer bei 63°C/100°C oder mit Souside Equipment in 63° Grad heissem Wasser 40 Minuten garen. Ersatzweise kann man auch gut 4 wachsweiche Eier verwenden ( grosse Eier 7 Minuten kochen und dann kalt abschrecken.

Wirsinggemüse (Rüsten: 10-15 Minuten, Kochen ohne Aufsicht 15 Minuten)

  • 1 Wirsing (Wirz) ca. 500 g
  • 1 cm Ingwer
  • 1 Teelöffel Rapsöl (oder ein anderes neutrales Öl)
  • 250 ml Kokosmilch
  • Salz

Die Blätter vom Wirsing abtrennen und waschen. die dicke Rippe herausschneiden und die Blätter in schmale Streifen schneiden. Den Ingwer würfeln und 5 Minuten im Öl anschmoren. Den Wirsing und die Kokosmilch dazugeben, umrühren, auf kochen und dann mit zugedeckt bei niedriger Hitze den Wirsing gerade weich köcheln lassen. Das geht so ca. in 10 Minuten. Mit Salz abschmecken und auf die Seite stellen.

Nudeln

  • 300 g Sobanudeln
  • 1 Teelöffel Sesamöl
  • 1 cm Ingwer, geschält
  • 4 Karotten (200g)
  • 2 -3 Esslöffel salzarme Sojasauce
  • 1 Esslöffel Raps oder Sonnenblumenöl
  • Zum Garnieren: 1 Blatt Nori-Algen in Streifen geschnitten, weisser und schwarzer Sesam gemischt

Die Sobanudeln in reichlich Wasser ohne Salz ca. 3 Minuten kochen. Achtung, sie schäumen ziemlich und gerne über. Dann in ein Sieb giessen und solange mit kaltem Wasser spülen bis sie ganz ausgekühlt sind. Mit dem Teelöffel Sesamöl vermischen und auf die Seite stellen.

Die Karotten schälen und mit dem Zestenreisser – der abgebildete ist tatsächlich brauchbar! – Streifen abreissen und die Reste essen oder den Meeerschweinchen geben. 400 g Karotten passen auch gut in dieses Gericht, aber bis jetzt konnte ich mich nicht aufraffen soviel zu zerkleinern. Wer keine Lust dazu hat kann die Karotten auch gut gerne mit der Röstiraffel grob reiben. Die Karottenstreifen kurz andünsten und mit den Sobanudeln gut vermischen. Ordentlich mit Soja würzen und kurz aufkochen lassen.

Die Nudeln auf den Teller häufen. die Onseneier mit einem Teelöffel um die Taille aufschlagen und in die Mitte rutschen lassen. Mit den Algen und dem Sesam bestreuen und den Wirsing am Rand dazulegen. Die wachsweichen Eier schälen und halbieren vor dem Servieren.

Apfelkuchen, gedeckt

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Mürbteig für eine 24 (26) cm Durchmesser Tortenform ( 30 Minuten Arbeit,1 Stunde Ruhezeit)

  • 350 g (500) Mehl,
  • 230 g (330) kalte Butter, in dünne Scheiben geschnitten
  • 1 Prise Salz
  • 110g  (160) Zucker,
  • 1 Ei, (1 Ei, 1 Dotter) Raumtemperatur, verquirlt
  • 1 Teelöffel Wasser
  • 1 Ei zum Bestreichen

Eine liebevolle Anleitung für Mürbteig von Hand bereitet findet man z.B. bei swissmilk. Für so viel romantische Handarbeit habe ich aber am Abend um 21:00 mit nassen Haaren keine Zeit mehr und mache den 5 Minuten Kenwood-Mürbteig, den finde ich immer wieder faszinierend. Und der Lange findet einen Apfelkuchen per se romantisch genug. 

  • Mehl und Zucker vermengen
  • Kalte Butterscheiben dazugeben. Auf Stufe 1 mit K-Haken anmixen -sonst staubt es wie blöd! und dann 2-3 Minuten Stufe 3, Vollgas! (man kann auch die Abdeckung  benutzen die von Kenwood vermutlich für diesen Zweck mitgeliefert wurde!)
  • Dann den Zucker hinzufügen, 1 Minute auf Stufe 3 mixen
  • Das verquirlte Ei dazugeben, 30 sec auf Stufe 3 mixen
  • Nun den Esslöffel Wasser dazu, Stufe 3 bis es klumpt- so 10 -20 sec
  • Den Teig mit der Hand zu einem kompakten Klumpen formen, sehr gut in Folie einschlagen (sonst zieht er Wasser!) und ab in den Kühlschrank für mindestens 1 Stunde oder für Schichtbäcker wie mich auch mal über Nacht plus 8 Stunden Ruhezeit

Voilà, der 5 Minuten-Teig!

Den Ofen auf 180° Ober/Unterhitze  vorheizen. Den Boden der Springform einfetten und mit Mehl bestäuben.

Ein Drittel des Teigs auf Backpapier ausrollen und  auf den  Boden der Kuchenform legen. Mit dem 2. Teigdrittel zwei Rollen formen, mit der Hand flachquetschen und damit den Rand (nicht gefettet!) der Form auslegen und alles kalt stellen.  Der Rand sollte 4-5 cm hoch sein.

Apfel- Füllung:

  • 50 g Semmelbrösel
  • 50 g Rosinen
  • 800  g Boskop-Äpfel (geschält, gestückelt)
  • Saft von einer Zitrone
  • Abgeriebene Schale von 1 Biozitrone,
  • 100 g Zucker
  • 1 TL gemahlener Zimt

Die Äpfel schälen und entkernen, in Schnitze und dann in Stücke schneiden und sofort mit dem Zitronensaft vermischen.Rosinen, Zitronenschale, Zucker und Zimt  mit den Äpfeln gut mischen. Den Boden mit einer Gabel mehrfach einstechen , die Semmelbrösel aufstreuen und die Äpfel einfüllen.

Aus dem letzten Teigdrittel wieder auf Backpapier einen passenden Deckel ausrollen, auf die Äpfelmasse legen und  fest  an den Teigrand drücken. Mit verquirltem Eigelb bestreichen. Im Ofen auf der zweiten Schiene von unten 50 bis 60 Minuten lang backen.

Am allerbesten schmeckt der Kuchen lauwarm, aber auch die nächsten Tage danach bleibt er saftig -sofern er so lange überlebt. Er macht sich gut als Dessert nach einer Suppe oder auch als Alleingänger zum Kaffee.

Sauerteig Mischbrot 1:1:1

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Das ist das Brot was meine Kinder zur Zeit am liebsten essen. Denn das Roggenschrotbrot ist leider immer noch nur bei mir und beim Langen beliebt. Und der Teig ist im Gegensatz zu den Roggenteigen -klebrig und patzig- wegen dem ausreichenden Weizenanteil einfach zu handhaben. Normalerweise mache ich 2 Brote, aber ich habe jetzt eine neue Form für 1.5 -2.5 kg Brote und die musste ich ausprobieren 😀

Vorteig ( Arbeitszeit: 5 Minuten, Wartezeit: 8-12 Stunden)

  • 80 g Sauerteig (TA 100)
  • 250 g Roggenschrotmehl Coop
  • 250 g Wasser

Alle Zutaten gut mit Knethaken verrühren. Den Brei gut abdecken und bei Raumtemperatur 8-12 Stunden lang reifen lassen. Praktischerweise über Nacht. Der Vorteig ist fertig wenn er eine hübsch lockere Struktur hat. Er nimmt es auch gar nicht übel wenn er etwas länger warten muss.

Hauptteig ( Arbeitszeit: 10 Minuten, Wartezeit: ca. 2 Stunden)

  • Vorteig
  • 250 g Weissmehl
  • 250 g Ruchmehl
  • 1 El Chiasamen oder Leinsamen (wenn man hat)
  • 15 g Salz
  • 1 TL Brotgewürz
  • 300 g Wasser  (Raumtemperatur)

Alle Zutaten mit der Küchenmaschine 2 Minuten auf tiefster und dann 5 Minuten auf Stufe 2-3 mit dem Knethaken kneten bis der Teig als Klumpen am Haken hängt. Den Teig zu einer Kugel formen und mit Mehl bestreut 2 Stunden gehen lassen. Den Ofen mindestens 1 Stunde vor Backbeginn auf 250°C vorzuheizen. Wenn man hat mit einer Stahlplatte oder Backstein auf einem Blech, aber es geht auch mit einem vorgeheiztem Backblech.

Backen ( Arbeitszeit: 10 Minuten, Backzeit: 40 Minuten)

Das Brot auf ein mit Brett mit Backpapier kippen und mit einem scharfen Messer 1 cm tief einschneiden und in den Ofen einschieben. Mit einer Spritzflasche ordentlich 3-4 mal auf die Backofenwände sprühen um Dampf zu erzeugen.

Der Teig ergibt 1.3 kg Brot.Einen grossen Gärkorb oder 2 kleinere mit Mehl bestäuben und den Teig darin noch eine halbe Stunde gehen lassen. Man kann den Teig auch in 2 mit Backpapier ausgelegten Kastenformen geben und direkt darin backen.

  • 10 Minuten bei 250°C
  • Temperatur auf 220°C reduzieren und kurz die Tür öffnen um den Dampf abzulassen. In 30 Minuten Fertigbacken und gut auf einem Gitter abkühlen lassen. Aber man sollte schon die Qualität testen in dem man ein lauwarmes Stück abschneidet und mit schmelzender Butter und ein wenig Salz testet 😉

Das ist kein spektakuläres Brot, aber gut haltbar, saftig, von angenehmen Geschmack und brauchbar von Marmelade bis Käse.

Kohlrabicremesuppe mit Knoblauchbrot

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Das ist kochtechnisch etwas vom Schnellsten,  braucht nur wenig Zutaten und schmeckt so gut dass man es auch als Vorspeise für Gäste gut brauchen kann. Und ist eines der Lieblingsessen der Kinder! Aber das Knoblauchbrot braucht es dazu, denn gehaltvoll ist sie nicht.

Kohlrabisuppe (4 Personen, 20 Minuten)

  • 600 g Kohlrabi, geschält und in dünne Scheiben geschnitten
  • 1/2 Stange Lauch, in Ringe
  • 1.2 l Wasser
  •  1 EL Gemüsebouillonpaste von Morga
  • 150 ml Voll oder Halbrahm
  • 1 Teelöffel Zitronensaft oder Apfelessig
  • salz
  • Schnittlauch zum Garnieren

Kohlrabi, Lauch, Bouillon und Wasser aufkochen und zugedeckt 10 Minuten köcheln lassen. Der Kohlrabi soll gut durch sein, aber nicht verkocht. Mit dem Rahm gründlich mixen ( 5 Minuten mit Standmixer, besser länger mit Stabmixer) und mit Salz und Zitronensaft abschmecken.

 

Dazu gab es Knoblauchbrot, 1:1  Betty Bossi  nachgekocht. Es war grosserein Erfolg, laut Kind 1 und Kind 2- fast so gut wie von der Chilbi. Wenn das kein Kompliment ist !!!!

Insalata di Farro

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Nach einer langen Sommerschreibfaulheit habe ich einiges Nachzuholen. Das ist ein Rezeptmitbringsel aus der Toskana, aus Neugier im Supermarkt an der Theke gekauft und sofort von der ganzen Familie geliebt: Insalata di Farro! Allein mit Brot, als Antipasto, zu Gegrilltem, passt immer. Und geht schnell und ist umkompliziert.

Der exotische Farro hat sich dann als nicht so exotischer Emmer entpuppt, auch als Zweikorn bekannt, eines der ältesten  Kulturgetreide. Aber weil Zweikornsalat mit Oliven so furchtbar nach 70er Bio klingt bleiben wir lieber  beim italienischen Namen.

Zutaten (4 Personen als Beilage, Vorbereiten: 10 Minuten, Kochzeit; 30 Minuten)

  • 200  g Emmerkörner (Zweikorn)
  • 1/2 Teelöffel Salz
  • 150 g grüne Oliven, entsteint, feingehackt
  • 1 Esslöffel Olivenöl
  • 200g Datei oder Cherry Tomaten halbiert
  • 1 Handvoll frischer Basilikum

Den Emmer mit 500 ml Wasser und Salz aufkochen und dann zugedeckt 30 Minuten  köcheln lassen. Das restliche Wasser abgiessen und sofort das Olivenöl und die gehackten Oliven untermischen. Wenn alles nur mehr lauwarm ist die halbierten Tomaten dazugeben.

Kurz vor dem Servieren den zerrupften Basilikum dazu und fertig.

Nach Geschmack kann man auch noch Mozzarella oder Ziegen/Schafskäsewürfelchen dazugeben.  Muss aber nicht wirklich sein. Der Emmer hat einen so hübschen nussigen Geschmack, der sich genial mit den salzigen Oliven und der Säure der Tomaten verträgt, da braucht es nichts weiter dazu als ein Glas Rotwein und frisches Weissbrot. Aber auch geröstete Peperoni, Humus und ein paar gegrillte Würste dazu tun auch nicht weh und man hat ein perfektes Sommeressen!

Kalbshacktätschli

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Das ist nun wirklich ein schweizerisches Essen, in Österreich sind Flaischlaiberl immer mit gemischten Faschiertem. Und hervorragend geeignet für Schulevents, weil dann auch muslimische Kinder davon essen können. Und sie schmecken kalt und warm, mit und ohne Sauce.

Zutaten ( 4 Personen, mit Beilage, 30-45 Minuten je nach Pfannengrösse)

  • 1 EL Pflanzenöl (Raps oder Sonnenblumen)
  • 1 grosse Zwiebel (100 g), sehr fein gehackt
  • Zwei Karotten ( 100 g), winzige Würfelchen geschnitten.
  • 1 grosse oder zwei kleine Knoblauchzehen, sehr fein gehackt
  • 700 g Kalbsfaschiertes (Hackfleisch), vom Hals
  • 30 g Semmelbrösel (Paniermehl) vom Bäcker
  • 30 ml Milch
  • 1 Teelöffel Senf
  • 1-2 Eier
  • 1 kleiner Bund Petersilie (Blätter, fein gehackt)
  • 1/2 TL Salz
  • Pflanzenöl zum Braten (Sonnenblumen- oder Rapsöl)

Die feingehackten Zwiebeln, Karotten und Knoblauchwürfelchen in 1 EL Öl weich aber nicht braun dünsten. Die Brösel mit der Milch vermischen. Die abgekühlten Würfeligen,  mit den Bröseln und den restlichen Zutaten mit einem Kochlöffel 5 Minuten kräftig rühren bis die Masse sich bindet. Mit nassen Händen golfballgrosse Kugeln formen, ca 2 cm dick flach pressen und in die Mitte ein Mulde machen. Beim Braten ziehen sich die Tätschle zusammen und werden in der Mitte höher, mit der Mulde kommen sie hübsch flach heraus.

Bei Stufe 6-7 auf jeder Seite ca. 3-4 Minuten braun braten so dass sie gerade durch sind. Aber wenn man das durchwachsene Fleisch vom Kalbshals nimmt bleiben sie auf jeden Fall saftiger als wie mit dem Standardhackfleisch.

Shakshuka

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Das ist mein Lieblingsmittagessen wenn die Kinder sich Grießbrei oder Milchreis wünschen und ich Lust auf etwas Salziges habe. Das Rezept ist fast identisch mit dem aus dem Kochbruch „Genussvoll vegetarisch“ von Ottolenghi. Nur dass ich alleine die Saucenmenge für 2 Personen esse 😋. Die Restsauce friere ich ein oder mixe sie schnell durch für ein leicht exotisch schmeckendes Sugo.

Zutaten (2 Personen, Frühstück oder leichtes Mittagessen, 30 Minuten)

  • 1 Teelöffel Kreuzkümmelsamen, ganz
  • Olivenöl
  • 500 g rote Paprika/Peperoni ( wenn möglich die spitzen), in Ringe geschnitten
  • 2 Zwiebeln, in Ringe geschnitten
  • 1 grosse Büchse Tomaten oder 800 g frische, in grobe Stücke zerteilt
  • 1 TL Rohrzucker
  • Blätter von 6 Thyminaweigen
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 kleine Chilischote, entkernt und gehackt
  • Salz
  • 1/2 Handvoll Koriander- und Petersilieblätter (glatt), grob zerzupft
  • 4 Eier
  • 1/2 Handvoll Koriander- und Petersilieblätter (glatt), Garnitur

Die Kreuzkümmelsamen in einer beschichten Pfanne 2 Minuten rösten. Öl,Paprika und Zwiebeln hinzufügen und 5 Minuten braten. Dann Tomaten, Zucker, Salz, Chili und die  Kräuter hinzufügen und 15 Minuten köcheln. Wenn die Sauce zu dickflüssig wird kann ein wenig Wasser dazugeben . Die Paprika und Zwiebeln sollen weich sein.

Pro Person eine kleine Pfanne mit der Hälfte der heissen Sauce füllen. Eine Mulde machen –  der Pfannenboden soll aber bedeckt sein!- und 2 Eier hineinschlagen. Bei niedriger Hitze (4 von 9 Induktion) mit Deckel auf der Pfanne die Eier stocken lassen. Das Innere vom Dotter soll noch flüssig sein.

Mit den restlichen Kräutern bestreuen und am besten mit frischem Baguette oder Fladenbrot direkt aus der Pfanne essen! Vielleicht kaufe ich mal eine 2. kleine Pfanne damit es der Lange auch einmal probieren kann. Natürlich geht es auch in einer grossen Pfanne, aber das ist dann nicht mehr so hübsch.

 

Akhtar‘s Linsen

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Dieses pakistanische Linsen kocht ein Freund und Arbeitskollege seit Jahren für uns, im Austausch gibt es dafür Hummus von uns, den seine Frau sehr gerne hat. Nicht nur der Lange und ich, auch Kind 1 liebt diese Essen sehr. Und Kind 2 ist auch dabei sich mehr und mehr dafür zu erwärmen. Das letzte Wochenende haben wir ihn besucht und gelernt es endlich selber zu kochen! Mit 5 kg Linsenmischung für uns importiert. Leider gibt es nur einen Teil der Hülsenfrüchte bei uns- Chana Dal, halbierte geschälte Kichererbsen. Also eigentlich keine Linsen, aber der Name ist nun mal festgelegt. Was die kleinen rundlichen Dinger sind haben wir immer noch nicht herausgefunden

  • 300 g Linsenmischung (+1.5 h kaltes Wasser)
  • 1 Tomate, mit Schale in Scheiben schneiden
  • 1-2 Zwiebeln (3 mm Scheiben)
  • Rapsöl ca. 3 El
  • 2-3 Knoblauchzehen, in dünne Scheiben.
  • 1 Tl mildes Currypulver
  • 1 Tl Paprikaschoten mild
  • Salz
  • Korianderblätter zum Garnieren

Die Linsen mit soviel Wasser bedecken dass 1 cm darüber steht und 1.5 h einweichen. Mit heißem Wasser geht es schneller, nur 30 Minuten. Das Öl erhitzen, Zwiebeln braten bis sie anfangen weich werden. Dann den Knoblauch dazugeben und weiterbraten bis alles leicht braun wird. Mit ca. 200 ml Wasser ablöschen. Gewürze, Salz und Tomaten dazugeben und kochen bis die Tomate zerfallen ist. Dann die Linsenmischung mit Wasser dazugeben. Alles aufkochen und dann 10 Minute. Auf kleiner Flamme köcheln lassen bis der Schaum verschwunden ist und die kleinen Linsen weich sind.

Das Rezept ist überraschend einfach zu kochen, mit einem sehr ausbalancierten mildem Geschmack.

Als Beilage passt am besten Basmatireis oder Fladenbrot. Ein Gurkensalat dazu wäre perfekt, aber auch ein grüner ist auch gar nicht schlecht dazu.