Schweineragout mit Senfrahmsauce, Erbsenreis und gebratenen Champignons

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Ich war hungrig beim Einkaufen, und das schweizer Freilandschwein in Aktion, darum gab es zum ersten Mal seit langem wieder ein Schweineragout oder Voressen wir man hier so nett sagt. Der Erbsenreis ist  mit Büchsenerbsen, weil halt das was ich koche beim Einkaufen nicht immer so klar ist. Und die gebratenen Champignons sind auch eine eher unlogische Beilage, aber der Lange und ich haben parallel zum “Nudelauflauf de Luxe” eingekauft. Und damit hatten wir 500 g Champignons zuviel, wobei er die hübschen braunen von mir bekommen hat. Und ich die weissen die er in letzter Not -dachte er halt- gekauft hat. Die weissen sehen im Auflauf echt fad aus, darum habe ich sie verwendet.  Ich habe sie dann der Pfanne gebräunt. Dann waren sie auch hübsch genug. 29.11.

Ragout

  • 1 EL Rapsöl
  • 80 fetten Bio-Speck in Würfel
  • 1 kg Freilandschweinschulter in grobe Würfel (gab es in Aktion, ca. 3 cm Kantenlänge wenn ich es selber schneide)
  • 1 gehäufter EL Mehl
  • 1 TL Salz
  • Pfeffer
  • 200 g Zwiebeln, gewürfelt
  • 1 Lorbeerblatt
  • 200 ml Weisswein, trocken (hier war es Epesses)
  • 300 ml Wasser oder selbergemachte Bouillon
  • 2 EL grober Senf
  • 1 EL Dijonsenf
  • 100 ml Rahm


Den würfeligen Speck  mit wenig Öl in einem gusseisernen oder sonstigen Bräter knusprig braten. Die Speckwürfel sorgfältig vor mir und Kind 2 verstecken, weil sonst sind sie weg. Mehl, Salz, Pfeffer mischen und die Hälfte der Schweinewürfel stauben und bei mittlerer Hitze in dem Bräter anbräunen. Raus nehmen und die andere Hälfte stauben und anbraten. Nicht gleichzeitig stauben, sonst ist das Mehl bei der zweiten Portion nass und das Anbraten wenig unterhaltsam weil dann alles klebt wie blöd. Wenn die 2 Portion angebraten ist, alles Fleisch in die Pfanne und die Zwiebelwürfel dazu. Kurz umrühren, mit dem Wein aufgiessen und das Mehl vom Anbraten mit Umrühren vom Topfboden lösen. Nur mir soviel Wasser aufgiessen dass die Schweinewürfeln noch rausschauen können. Lorbeerblatt dazu, und ein wenig Salz.Den Bräter in den auf 130°C (Ober/Unterhitze) vorgeheizten Ofen stellen und 2.5 h in Ruhe lassen. Wenn das Fleisch noch nicht ganz zart ist noch eine halbe Stunde dazugeben. Die Sauce mit 2 EL groben Senf, 1 EL Dijonsenf und 100 ml Rahm fertigstellen. Und den Speckwürfeln, sofern sie noch existieren. Nach Bedarf nachsalzen und das Ragout noch ein bisserl rumstehen lassen damit sich die Geschmäcker gut verteilen. Wenn man keinen groben oder Dijonsenf oder nur eines von beiden hat, dann nimmt man halt den Senf den es hat, War bis jetzt noch immer gut.

Erbsenreis

  • 20 g Butter
  • 200 g (400g) oder 1 (2) grosse Tassen Arborio oder sonst ein Risottoreis
  • 1 kleine Büchse Erbsen ( oder 250 g frische oder gefrorene Erbsen)
  • 800 ml milde Gemüse- oder Hühnerbouillon oder  auch nur mal Salz

Nur zur Warnung: damit wird man keinen Kochpreis gewinnen. Der Reis gehört zu den Sachen die gut sind weil sie nicht gut sind. Wie Büchsenravioli. Also Butter schmelzen, Reis darunterrühren und aufgiessen. Kurz aufkochen und dann mit Deckel 15-20 min köcheln (Induktion 3 von 9). Achtung, wenn das mit Deckel überkocht gibt es einen enorme Sauerei auf dem Herd. Das Ergebnis ist ein recht patziger (klebriger) Reis, der jeden Italiener und Risottoliebhaber in Tränen ausbrechen lässt. Büchsenerbsen darunter, fertig. Mit gefrorenen oder frischen Erbsen: 5 Minuten vor Kochende unterrühren. Wer es nicht übers Herz bringt soll halt ein Risotto machen oder normalen Reis.

Gebratene Champignons

  • 20 g Butterschmalz (Bratbutter) oder Sonnenblumenöl/Erdnussöl
  • 500 g Champignons, geviertelt
  • 1 kleiner Bund glatter Petersilie
  • Wenig Salz (und erst am Schluss)
  • 1 TL Zitronensaft
  • Mut! in einer beschichteten oder Edelstahlpfanne

Butterschmalz oder sonst was hitzebeständiges in einer beschichteten oder Edelstahlpfanne ordentlich erhitzen (Induktion 8 von 9). Wenn es raucht, die Pilze hinein . Mehr als 500g sollen es bei einer 24cm Durchmesserpfanne nicht sein. Und dann braten, bisschen rühren, braten usw.. Und dann werden sie langsam braun und appetitlich, auch wenn sie vorher langweilig weiss waren. Erst wenn die Pilze fertig sind salzen und mit gehackter Petersilie und einem Spritzer Zitronensaft abschmecken.

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