Archiv für den Monat: Januar 2016

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Orecchiette mit Erbsen

Das haben wir auch von einer Italienerin gelernt, Simona.  Aber sie hat das natürlich mit frischen Erbsen gemacht. Aber es ist halt so, dass der Lange und ich die mehligeren Dosenerbsen tatsächlich gern haben. Als die Kinder klein waren gab es dieses Essen mit vollkommen zermixten Erbsen. Inzwischen werden nur ein paar zerquetscht, damit alles so richtig unschön aussieht. Und es ist eines der schnellsten Essen die es gibt und harmoniert super mit den Lieblingsküchendrogen von mir und vom Langen, die da sind viel zu viel frischer Pfeffer oder Chiliöl!

Zutaten

  • 400 g Orecchiette
  • 1 kleine Büchse Erbsen (oder 250 g frische/gefrorene Erbsen)
  • 2 EL gutes  Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer!!!

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Orecchiette al dente kochen (13 min DaCecco, Lieblingssorte aber es gibt sie fast nirgends mehr. DaCecco noch öfter, aber Orecchiette und Fusillli nicht mehr :-(). Wenn sie abgegossen im Sieb sind, im gleichen Topf die abgetropften Erbsen mit Olivenöl und Salz mischen und ein paar mit der Gabel zerquetschen. Mischen und fertig. Im Hintergrund sind die obligatorischen rohen Rüebli und Kohlrabistifte zu bewundern, denn wir würden ja niemals unseren Kinder ungesundes Essen servieren!! Ich glaube dafür kann man ausgebürgert werden ab einer gewissen Gehaltsklasse.

Frische /gefrorene Erbsen: die letzten 6 Minuten mit den Orecchiette kochen. Und dann mit Öl mischen. Auch schnell fertig.

Dauer: 15 Minuten. Für 2 Erwachsene und 2 Kinder. Für 4 E 500g Pasta

 

Heidelbeer Pancakes

Schon länger versprochen, gab es heute endlich die Variation der Pancakes mit Heidelbeeren zum Frühstück. Ich habe mir tapfer den Wecker gestellt und bis tatsächlich schon um halb neun in der Küche gewesen. Und ich habe auch nicht alleine gekocht, Kind 2 hat mich liebenswürdig und tatkräftig unterstützt. Teig gerührt, Butterstückchen in die Pfanne gegeben und Heidelbeeren eingestreut. Und jedes Kind hat 4 gegessen! Da blieb für den Langen und mich nicht soo viel übrig :-).

Der Grundteig ist wie im einfachen Rezept, die Zubereitung auch. Zusätzlich braucht es noch so 150 g frische oder gefrorene Heidelbeeren, Butter zum Backen und Staubzucker zum bestreuen.

Butter bei mittlerer Hitze schmelzen lassen (6 von 9, Induktion). Teig für so ca. 5-6 cm Durchmesser in die Pfanne fliessen lassen und die Blaubeeren darauf streuen. wenn der Teig anfängt fester werden noch wenig Teig über die Blaubeeren giessen, bisschen warten und dann mit der Schaufel kehren.

Mit Staubzucker bestreut essen. Fazit: sie waren gut und kamen alle ziemlich schnell weg, aber so wirklich zu Geltung kamen die Beeren  nicht. Das nächste Mal schütte ich sie in Teig und nehme mehr. Mal schauen wie das funktioniert!

Zeitaufwand: 30 Minuten alles in allem , für 4 Personen zum Frühstück oder als üppiges Dessert.

Sauerteigbrot Nr. 1

Was Brot betrifft, so mache ich alle 10 Tage eines. Ich bin aber, was die Rezeptur angeht, in einem etwas undefiniertem Zustand. Also nehme ich mir jetzt vor mal aufzuschreiben was ich hier tue um rauszufinden welche Brote warum besser werden als andere. Gut werden sie eigentlich alle, zum Glück. Im Moment habe ich eine Phase wo ich den Sauerteig eher flüssig ansetzte. Das sieht aus wie ein sehr zäher Palatschinkenteig.

Zutaten

  • 450 g Sauerteigansatz (eher flüssig)
  • 200 g dunkles Roggenmehl. Tja, das ist jetzt vom Mühlerama  , und so zwischen 1150er Roggenmehl und Vollkorn vermute ich mal
  • 500 g Ruchmehl, Bio, Coop ( das ist wenigstens fast eindeutig)
  • 5 g Hefe
  • 8 g fein gemahlenes Brotgewürz
  • 100 g Haferflocken (weil war doch zu weich der Teig)
  • 600 ml Wasser (450 g für einen Teig der nicht mehr klebt)
  • 14 g Salz

Alle Zutaten im Kenwood mit dem Knethacken auf kleinster Stufe mischen und dann 10 Minuten auf Stufe 1-2 kneten. Wer den Teig bei Raumtemperatur gehen lassen will: gut mit Mehl bestreuen, 1-2 Stunden bis sich die Teilmenge verdoppelt hat. Ich stelle ihn heute auf den Balkon  (8 Grad) bis ich wieder daheim bin, also ca. 5 h. Was immer gut klappt: 8-12 h im Kühlschrank, meine Lieblingsmethode.

Das ergibt einen klebrigen Teig der sich auch nach langem Kneten nicht ganz von der Schüssel löst und mit dem man eine Art Schraubenbrot fabrizieren kann. Mit 450 g Wasser wird der Teig so fest dass er sich beim kneten von der Schüssel löst. Dann kann man ihn nach dem ersten Gehen fast ohne weiteres Mehl bearbeiten, er eignet sich gut für St. Gallenform oder normalen Brotlaib.

Brot formen:

Diese Brotform entsteht wenn man sich überschätzt, 1 Stunde zu spät vom Spielplatz abzieht und vom Do-It Yourself laden noch in 2 weitere Läden muss um die hoch und heilig versprochene Chäpsli(Kapsel)pistole zu kaufen. Mit 2 Kindern. Und dann mindestens 2 h zu spät daheim ist. Und der Teig ganz offensichtlich mehr als doppelt so gross und zu lange gegangen. Und ich dann keine wirkliche Lust mehr habe ein Schraubenbrot zu fabrizieren und gleichzeitig die Suppe warmmachen und Wienerli aufzutauen. Ich habe also 4 Stücke für Brötchen abgehackt, den Restteig in 2 Teile geschnitten, mit Mehl bestreut und sanft in Form gedrückt. Wenn er so übergangen ist muss man ihn auch nicht mehr gross warten, ich habe in 15 Minuten später gebacken

Backen:

Den Ofen mit auf 250°C (Ober/Unterhitze) 1 h (hier halt nur knappe 30 Minuten) mit dem 1 cm Aluplatte im Blech (Edelstahl wäre besser, Schmamottplatte geht auch, oder auch ohne) im unteren Drittel vorheizen. 1 kleine Metallform mit Wasser unter das Blech schieben. Die Brote schnell vom Brett auf das Blech schupsen und dann 3-4 ordentlich die Wände mit dem Wassersprütz bespritzen und schnell schliessen. Nach 8 Minuten die Temperatur auf 210°C senken und noch weitere 25-28 Minuten backen.

Wenn man einfrieren will, das Brot 10 Minuten kürzer backen und im Ofen bei 200°C 15 Minuten noch gefroren aufbacken. Oder im Kombisteamer bei 160°C (Ist Umluft), 30% Feuchtigkeit für 18 Minuten.

Brötchen und das Einfrierbrot kamen nach 24 Minuten aus dem Ofen, dass grössere nach 34 Minuten. Und wieder mal Glück gehabt, trotz Fehlplanung ein saftiges Brot mit mittlere Porengrösse. Kind 1 hat das warme Scherzel (Ahäulig?) mit Butter und Salz bekommen und mir erklärt dass es mich liebt. Kann ich verstehen, ich habe mich auch immer sehr gerne wenn ich frisches, warmes knuspriges Brot mit Butter bekomme :-). Ich bin nur immer etwas betrübt dass der Lange keine Butter mag. Er verpasst da echt das Beste.

Zeitaufwand: 

  • Teig ansetzen: 30 Minuten
  • 1. Gehzeit: 2h (Zimmer) bis 8-12 h (Kühlschrank)
  • Brot formen: 15 Minuten
  • 2. Gehzeit: 30 Minuten (bei dem festen Teig 45 Minuten) -wenn man nicht zu spät heimkommt
  • Backen: ca. 35 Minuten

Resteessen: Reis mit Peperonisauce, Sojaomlettestreifen und Bohnensprossen

Gestern gab es vom Langen Schweinsplätzli Pizzaiola mit Safranreis (parboiled Reis). Fast der ganze Reis ist diesmal liegen geblieben, und mit dem Rest der Sauce vermischt worden für heute Mittag. Nicht das Kind 2, das Risotto liebt aber trockenen Reis gar nicht, in aufgewärmt lieber mag.  Aber es liebt Bohnensprossen. Und ich mache noch Brot und das Abendessen und hab nicht soviel Zeit, also gibt  Bohnensprossen dazu und noch Omlettstreifen, und fertig. Und ich kann neben dem Reis noch Brotteig und Gemüsesuppe für heute Abend kochen.

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Wurstnudeln mit Apfelmus und Vogerlsalat

Im Moment haben wir es ziemlich mit den österreichischen Nudeln. Schweizer werden sich fragen was Nudeln mit den verwendeten Hörnli zu tun haben. Nun ja, in Österreich sind Nudeln der Sammelbegriff, so wie in der Schweiz Teigwaren. Für Österreicher: Nudeln sind in der Schweiz nur Bandnudeln. Das ist somit eindeutig ein Rezept in dem das Kochen einfacher ist als die Nomenklatur. Und das Finden einer Ersatzwurst für die Bergsteigerwurst. Die wird immer noch importiert. Ich muss mal ein Stück zum  Metzger mitnehmen, vielleicht gibt es doch was entsprechendes! Ich brauche sie nämlich auch für Speckknödeln. Sie gehört zu den Dauerwürsten, ist also mit Salami und Landjäger verwandt. Aber die passen leider nicht.

Das Apfelmus war diesmal selber gemacht, ich hab schon vergessen wie schnell das geht. Und es schmeckt schon besser! Den Salat hat wie so oft der Lange gewaschen, er hat einfach mehr Geduld. Dressing wie meist Balsamico-Kürbiskernöl.

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Krautfleckerln

Das ist ein Klassiker der österreichischen Alltagsküche und ein weiteres Lieblingsgericht vom Langen.  Und 50% der Kinder hatten es sehr gern (2 Teller! voll!!) , die anderen 50% überraschend gern (1 Teller, ganz gegessen ohne weitere Proteste nach der traditioneller Vorankündigung: des hab i noed gern!). Fleckerln sind so ungefähr quadratische Nudeln, seelisch verwandt mit den Maltagliati. Gekaufte sehen bisschen in der Mitte gefaltet aus. Das gibt es in der Schweiz nicht wirklich, ersatzweise kann man möglichst breite Tagliatelle in kurze Stücke brechen. Oder aufs möglichst genau nachkochen pfeifen und einfach kleine Hörnil nehmen :-).

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Orecchiette mit Cime di Rapa

Das Rezept kommt von einer apulischen Freundin, erzählt hat uns aber als erster ihr Schweizer Mann. Darum war die Übersetzung Brokkoli, und damit gab es die Orecchiette dann jahrelang, bis wir auf die Originalform mit Cime di Rapa gestossen sind. Die alte Art gibt es noch oft als Blitzessen. Weil der Brokkoli einfach die letzten 3 Minuten mit den Teigwaren mitgekocht wird. Aber mit Cime di Papa  ist  schon noch besser. Finden aber nur der Lange und ich. Weil der Geschmack ist schon kräftiger als Brokkoli. Ich war stolz auf Kind1 und Kind2, beide haben gemotzt aber eine Anstandsportion gegessen!!

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Marrokanische Salzzitronen

Es gibt jede Menge Rezepte im Netz, die Salzmenge variiert dabei gewaltig. Ich habe mich für einen Mischung aus dem Rezept von blog.punktkommatext  und aus dem Standard entschieden, 1 wegen des bessereren Füllfaktors mit geviertelten Zitronen (statt 3 hatten eben 4 3/4 Zitronen im Glas Platz), 2 als Anregung zur Salzmenge pro Zitrone. Ich habe aber auch 300-400 g für 5 Zitronen gesehen. Ich hoffe es klappt mal so.

Zutaten

  • 4 3/4 Biozitronen
  • 110 g grobes Meersalz
  • 1 Zitrone
  • Kochendheisses Wasser

Die Zitronen mit heissem Wasser gründlich waschen und dann in Viertel schneiden. Die Kerne die gut sichtbar sind mit einem spitzten Messer herauskratzen. Ein 1-l Glas  gut mit heissem Wasser abspülen und den Boden mit Meersalz bedecken. Dann die Zitronen satt einschlichten und dazwischen Salz streuen. Wenn das Glas voll ist, den Saft einer Zitrone darübergiessen und  mit kochendem Wasser auffüllen bis alle Zitronen bedeckt sind.

Weil das letzte Zitronenviertel ein bisschen aus dem Wasser herausgeschaut hat, habe ich sie mit einem Kreuz aus Spiesschen fixiert. So, und jetzt muss ich mindestens 4 Wochen warten bis ich probieren kann!!! Bei blogpunktkomma heisst es sogar 3 Monate

Kartoffelgulasch

Das ist auch ein Lieblingsessen vom Langen und von mir. Nicht schwierig, aber Zwiebel- und zeitintensiv. Aber wenn ich von meiner ungarischen Kollegin wieder mal extra aus ihrer Heimat importiertes Paprikapulve rbekomme, dann muss es sein. Siehe Foto, der orange, helle Streifen ist die österreichische Standardware von Kottany die so schlecht auch nicht ist. Aber sieht ziemlich blass aus neben dem ungarischen Direktimport!

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In Österreich ist Standardwurst darin die Braunschweiger. Lässt sich gut  durch Berner Zungenwurst, Wienerli, Cervelat oder -meine Lieblingsvariante- Saucisson Vaudois  ersetzten. Wer es vegetarisch mag, nimmt Sonnenblumenöl, lässt die Wurst weg und fügt  ein bisschen Pimenton de la Vera für den rauchigen Geschmack hinzu.

Das zu kochen geht ein Weilchen -allein für die Zwiebeln braten 30 Minuten, der Rest mit rüsten dazu sicher noch mal 1 1/2 Stunden. Alles in allen schon 2 Stunden. Darum habe ich mehr gekocht, am Dienstag wird es gewärmt. Wer zerfallenden Kartoffeln nicht so nett findet soll die mehligen durch feste ersetzten. Aber dann wird halt die Sauce nicht mehr so schön gebunden.

 

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