Archiv für den Monat: Juni 2017

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Kalte Gurkensuppe und Foccaccia-2=Faul, mit und ohne Oliven

Es ist soo heiss dass ich nicht wirklich Lust zum Kochen habe. Daher kommt der Pizzateig vom Migros zum Einsatz, am Stück 800 g. Das gibt gerade die richtige Menge für 2 runde Focaccias in den 23 cm Durchmesser -Wähenblechen. Und eine mit grünen Oliven drin, und eine ohne damit Kind 1 nicht unglücklich ist (liebt Focaccia, aber nicht Oliven) und damit ich mögliche Reste ihm Morgen als Jause mitgeben kann.

Zutaten (10 Minuten Arbeit, 50 Minuten Warte und Backzeit )

  • 800  g Pizzateig vom Migros ( es spricht natürlich nix dagegen auch selbstgemachten zu nehmen!)
  • eine Packung entkernte grüne Oliven, kleingeschnippselt (Kind 2 🙂
  • Olivenöl, Olivenöl und nochmal Olivenöl
  • Salz

Den Ofen auf 230°C Ober/Unterhitze vorheizen. Die Bleche gut mit Olivenöl einstreichen und den Pizzateig aus dem Kühlschrank nehmen und in 2 gleich grosse Hälften teilen. Den ohne Oliven zu einer Kugel geformt und, Überraschung, mit Olivenöl bestrichen auf das Blech setzen und 30 Minuten ruhen lassen.

Den Teig für die Oliven auf einem mit wenig Mehl verstreuten Backpapier auseinanderziehen, mit Oliven bestreuen, einrollen und dann ebenfalls zur Kugel geformt mit Olivenöl bestrichen ca. 30 Minuten gehen lassen.

Den Teig mit der Hand im Blech auseinanderziehen und mit allen 10 Fingern Löcher hineinstupsen.

Hintereinander 8-9 MInuten bei  230°C im unteren Drittel backen und noch 1-2 Minuten Grill 240°C einschalten. Achtung: beim Grill dabeibleiben, der Übergang zwischen hübsch braun und verkohlt kann SEHR schnell gehen !

Die Focaccia nach dem Backen grosszügig mit -jawohl- Olivenöl einstreichen und mit Salz bestreuen. Also wer ein Diätessen sucht muss woanders hingehen.

Damit es etwas Frisches auch gibt, eine einfache Gurkenjoghurtsuppe, kalt.

Suppe (10 Minuten)

  • 1 Gurke, geschält, entkernt in Stücken
  • 400 ml kalte Gemüsebouillon
  • 400 g Joghurt nature
  • Salz
  • zum Bestreuen; gehackte Walnüsse (Baumnüsse)

Bis und mit Salz alles mixen und 2-3 Stunden kaltstellen. Oder notfallsmässig 30 Minuten ins Gefrierfach.

Mit der lauwarmen Focaccia  servieren. Für die unter uns die unter 1.40 m sind und nicht so sehr Fans kalter Suppe gibt es Ikea-Fleischbällchen dazu. Es sind zur Zeit die letzten ihrer Art und wir versuchen den Gefrierschrank so leer zu kriegen dass wir in putzen können. Ich schätze Oktober könnte es soweit sein.

Ein schönes Sommeressen nach einem hitzigem Tag. Wer noch Ambitionen hat kann noch ein wenig Minze oder Dill in die Suppe tun, vor dem Servieren Gurkenwürfelchen hinzufügen und Croutons machen. Ich hab heute keine mehr!

 

Sommer-Birchermüesli

Für Nicht-Schweizer: Müsli=Mäuschen, zumindest bei den Helvetiern!!!

Bei uns ist es DAS  Sommermittagessen bei höheren Temperaturen und kleinem Appetit nach spätem Frühstück. Und es hat soviel Obst drin dass mal endlich ein Preis für bewusstes Kochen mit saisonalen Produkten drin sein müsst !!! Der Lange und ich warten ja seit Jahren auf diese längst fällige Auszeichnung.

Aber da das Müesli unsere Hauptkriterien für Essen erfüllt:

  • Wir haben es sehr gern
  • Zumindest 1 Kind findet es akzeptabel

machen wir es auch so.

Zutaten ( 2 Erwachsene und 2 Kinder, 15 Minuten. Achtung: das ist wirklich eine kleine Portion für ein leichtes Mittagessen!)

  • 5 Esslöffel feine!! Haferflocken
  • 500 g Naturjoghurt
  • 1 schwache Handvoll Rosinen
  • 1-2 Esslöffel Sonnenblumenkerne
  • 1-2 Äpfel (säuerlich)
  • 1 Banane
  • 200  g Erdbeeren
  • 2 Marillen (Aprikosen)

Bis und zu den Rosinen sind alle Zutaten verpflichtend, der Rest hängt von der Verfügbarkeit ab. Mit Erdbeeren ist es aber auch besonders gut! Himbeeren tun auch nicht weh, aber die kommen später.

Joghurt, Rosinen, Sonnenblumenkerne und Haferflocken mischen. Die Apfel mit Schale mit einer feinen Raffel hineinreiten. Das restliche Obst klein würfeln und  alles mischen. Das Müsli kann sofort gegessen werden, aber auch ein paar Stunden im Kühlschrank schaden ihm keineswegs.

Bei den Haferflocken bin ich halt ein Weichei und nehme nur die von Lidl und Aldi (importiert aus Deutschland) oder die Flöckchen die meine Mutter manchmal mitbringt. Die von Migros und Coop sind mir einfach zu grob dazu. Aber ist Geschmackssache.

Zucchiniquiche

Ich war in der Badi Enge schwimmen und hab eine sehr nette, nach Pilze schmeckende, leicht pikante Zucchiniquiche gegessen. Das war der erste Versuch sie nachzukochen. Fotos von der aufgeschnitten Quich gibt es leider nicht, weil wir waren sehr konzentriert damit beschäftigterstklassigen!  italienischen Spumante Alta Langa Brut (2013) , Crémant d’alsace (AC Prestige
Domaine Gruss) und Champagner (Louis Roederer Brut Premier) mit unseren netten Nachbarn blindzuverkosten.

Zutaten (4 Personen, 20 Minuten Arbeit, 1h insgesamt)

  • 300 ml Rahm
  • 20 g getrocknete Steinpilze
  • 500 g Wähenteig (oder weil ich heute faul bin 500 g Kuchenteig im Block von der Migros )
  • 3 Eier
  • 1 Messerspitze Paprikapulver oder Pimenton de la Vera
  • Salz
  • 800 g Zucchini, in 2-3 mm dicke Scheiben
  • 2-3 Zweige frischen Thymian

Rahm und Steinpilze aufkochen und stehen lassen. Den Teig auf einem Backpapier passend für ein rechteckiges Blech 33×30 cm2 auswallen, also so 3-5 cm länger und  breiter (zufälligerweise die Grösse vom Blech von meinem Kombisteamer).

Den Teig mit Papier in das Blech legen. Es sollte ein 3 cm Teigrand vorhanden sein. Wirklich NUR dann 10 Minuten bei 200°C Ober/Unterhitze oder 180°C Umluft Blindbacken wenn man SEHR viel Erbsen oder Keramikkugeln hat. Sonst holt man wie ich den Teig mir ziemlicher Hast wieder aus dem Ofen wenn man sieht wie der Teigrand in sich zusammenfällt.

Also lieber gleich die Zucchini schön dachziegelartig einlegen und mit Thymianblättchen bestreuen. Die Steinpilze feinhacken, mit Rahm , Eiern, Paprikapulver  und ordentlich Salz  – die Zucchini absorbieren einiges- zu einem Guss verquirlen und über die Zucchini lehren. Ich habe im Kombisteamer bei Umluft und 200°C 40 Minuten gebacken. Die Zucchini sollen hübsch braun sein. Bei Ober/Unterhitze wären es dann 220°C.  Die Quiche schmeckt wie so vieles besser lauwarm, aber auch bei Zimmertemperatur ist sie sehr gut.

Fazit: eine nette Quiche, passt super zu Champagner/ Crémant oder erstklassigem Spumante. Aber um an die geniale Quiche aus der Badi Enge ranzukommen braucht es doppelt so viel Gruss, deutlich mehr Steinpilze und mutigeren Paprikaeinsatz!! Auf ein nächstes Mal also :-).

 

Fusilli mit Erbsen und Rohschinken

Das gehört zu den Blitzrezepten und ist wirklich in der Zeit fertig in der die Teigwaren kochen. Und ist sehr, sehr beliebt was vermutlich auf die Kombination Speck-Rahm zurückzuführen ist. Und trotz Rahm ist es nicht so schwer, wobei das natürlich auch davon abhängt wieviel man nimmt. Ich nehme gerade soviel dass die Pasta nicht trocken ist. Rahmfans können die Menge einfach verdoppeln und Vollrahm nehmen :-).

Zutaten (4 Personen, 15 Minuten)

  • 400 g Fusillli
  • 200-300 g gefrorene oder frische Erbsen
  • 1 EL Butter
  • 100 g Rohschinken (= für mich Speck), in feine Streifen geschnitten(diesmal war es Bündner. Man kann aber auch gekochten Schinken nehmen oder Parma wenn einem das nicht zu schade ist)
  • 125 ml Halbrahm
  • 1-2 Esslöffel frisch geriebener Parmesan

Das Wasser für die Teigwaren aufstellen und den Speck in der Zeit bis es kocht in Streifen schneiden.

Die Fusilli in das kochende, gesalzene Wasser geben. 4 Minuten bevor die Nudeln fertig sind die gefrorenen oder frischen Erbsen dazugeben. Die Zeit weiterzählen wenn das Wasser wieder kocht. Gemeinsam in ein Sieb gießen.

Die Butter in einem weitem Topf schmelzen und die Speckstreifen kurz anknuspern. Die Fussili , Rahm und Parmesan dazugeben, umrühren und fertig! Wenn wer gerade Mitleid mit dem Langen hat weil der Parmesan essen musste : ich habe vor Parmesan eine gute Portion für ihn abgezweigt.

Und wieder einmal ein Essen dass sich sehr, sehr gut mit frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer verträgt. Definitiv eines meiner Lieblingsgwürze!!

Spargelsalat mit Schnittlauch und kleinen Tomaten

Das war jetzt eine sehr rezeptfreie Zeit. Das lag aber nicht an weniger Kochen, aber an zu wenig Zeit zum Veröffentlichen. Daher ist dieses Spargelrezept -von vor 2 Wochen- nicht gerade just-in-time, aber nächstes Jahr brauche ich das Rezept sicher wieder!

Wegen einem Grillfest und der Abwesenheit vom Langem habe ich die doppelte Menge gemacht damit er am nächsten Tag auch etwas davon hat. Aber allzu lange sollte man den Salat nicht lagern.

Zutaten ( 8 Personen, 1 Stunde)

  • 2 kg weisse Spargel
  • 400 g Dateri oder Cherry Tomaten
  • 50 g Mayonnaise
  • 80 g Halbrahm
  • 40 g Essig (Weisswein, weisser Balsamico)
  • 40 g Olivenöl
  • 6 g Salz
  • 1 g Currypulver
  • 1-2 Bund Schnittlauch (man kann auch mit Basilkum und glatter Petersilie mischen)

Den Spargel schälen und in 3-4 cm lange Stücke schneiden. In Salzwasser mit 2 Esslöffel Zucker sehr, sehr knackig kochen.  Diesen 1 cm dicken Spargel habe ich 6 Minuten gekocht und das war schon etwas zuviel! Das nächste Mal versuche ich es mit 4 Minuten.

Die kleinen Tomaten vierteln und den Schnittlauch in Röllchen schneiden. Aus den restlichen Zutaten eine  Salatsauce mischen. Den gekochten Spargel leicht abkühlen und mit Schnittlauch und der Sauce gut vermischen. Die Tomaten erst kurz vor dem Transport und Essen unrermischen. Fertig.

Das ist ein schön leichter Salat und eine gutes Spargelrezept wenn es zu heiss ist für Butter und Hollandaise.