Archiv für den Monat: Juli 2018

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Kalbshacktätschli

Das ist nun wirklich ein schweizerisches Essen, in Österreich sind Flaischlaiberl immer mit gemischten Faschiertem. Und hervorragend geeignet für Schulevents, weil dann auch muslimische Kinder davon essen können. Und sie schmecken kalt und warm, mit und ohne Sauce.

Zutaten ( 4 Personen, mit Beilage, 30-45 Minuten je nach Pfannengrösse)

  • 1 EL Pflanzenöl (Raps oder Sonnenblumen)
  • 1 grosse Zwiebel (100 g), sehr fein gehackt
  • Zwei Karotten ( 100 g), winzige Würfelchen geschnitten.
  • 1 grosse oder zwei kleine Knoblauchzehen, sehr fein gehackt
  • 700 g Kalbsfaschiertes (Hackfleisch), vom Hals
  • 30 g Semmelbrösel (Paniermehl) vom Bäcker
  • 30 ml Milch
  • 1 Teelöffel Senf
  • 1-2 Eier
  • 1 kleiner Bund Petersilie (Blätter, fein gehackt)
  • 1/2 TL Salz
  • Pflanzenöl zum Braten (Sonnenblumen- oder Rapsöl)

Die feingehackten Zwiebeln, Karotten und Knoblauchwürfelchen in 1 EL Öl weich aber nicht braun dünsten. Die Brösel mit der Milch vermischen. Die abgekühlten Würfeligen,  mit den Bröseln und den restlichen Zutaten mit einem Kochlöffel 5 Minuten kräftig rühren bis die Masse sich bindet. Mit nassen Händen golfballgrosse Kugeln formen, ca 2 cm dick flach pressen und in die Mitte ein Mulde machen. Beim Braten ziehen sich die Tätschle zusammen und werden in der Mitte höher, mit der Mulde kommen sie hübsch flach heraus.

Bei Stufe 6-7 auf jeder Seite ca. 3-4 Minuten braun braten so dass sie gerade durch sind. Aber wenn man das durchwachsene Fleisch vom Kalbshals nimmt bleiben sie auf jeden Fall saftiger als wie mit dem Standardhackfleisch.

Shakshuka

Das ist mein Lieblingsmittagessen wenn die Kinder sich Grießbrei oder Milchreis wünschen und ich Lust auf etwas Salziges habe. Das Rezept ist fast identisch mit dem aus dem Kochbruch „Genussvoll vegetarisch“ von Ottolenghi. Nur dass ich alleine die Saucenmenge für 2 Personen esse 😋. Die Restsauce friere ich ein oder mixe sie schnell durch für ein leicht exotisch schmeckendes Sugo.

Zutaten (2 Personen, Frühstück oder leichtes Mittagessen, 30 Minuten)

  • 1 Teelöffel Kreuzkümmelsamen, ganz
  • Olivenöl
  • 500 g rote Paprika/Peperoni ( wenn möglich die spitzen), in Ringe geschnitten
  • 2 Zwiebeln, in Ringe geschnitten
  • 1 grosse Büchse Tomaten oder 800 g frische, in grobe Stücke zerteilt
  • 1 TL Rohrzucker
  • Blätter von 6 Thyminaweigen
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 kleine Chilischote, entkernt und gehackt
  • Salz
  • 1/2 Handvoll Koriander- und Petersilieblätter (glatt), grob zerzupft
  • 4 Eier
  • 1/2 Handvoll Koriander- und Petersilieblätter (glatt), Garnitur

Die Kreuzkümmelsamen in einer beschichten Pfanne 2 Minuten rösten. Öl,Paprika und Zwiebeln hinzufügen und 5 Minuten braten. Dann Tomaten, Zucker, Salz, Chili und die  Kräuter hinzufügen und 15 Minuten köcheln. Wenn die Sauce zu dickflüssig wird kann ein wenig Wasser dazugeben . Die Paprika und Zwiebeln sollen weich sein.

Pro Person eine kleine Pfanne mit der Hälfte der heissen Sauce füllen. Eine Mulde machen –  der Pfannenboden soll aber bedeckt sein!- und 2 Eier hineinschlagen. Bei niedriger Hitze (4 von 9 Induktion) mit Deckel auf der Pfanne die Eier stocken lassen. Das Innere vom Dotter soll noch flüssig sein.

Mit den restlichen Kräutern bestreuen und am besten mit frischem Baguette oder Fladenbrot direkt aus der Pfanne essen! Vielleicht kaufe ich mal eine 2. kleine Pfanne damit es der Lange auch einmal probieren kann. Natürlich geht es auch in einer grossen Pfanne, aber das ist dann nicht mehr so hübsch.

 

Akhtar‘s Linsen

Dieses pakistanische Linsen kocht ein Freund und Arbeitskollege seit Jahren für uns, im Austausch gibt es dafür Hummus von uns, den seine Frau sehr gerne hat. Nicht nur der Lange und ich, auch Kind 1 liebt diese Essen sehr. Und Kind 2 ist auch dabei sich mehr und mehr dafür zu erwärmen. Das letzte Wochenende haben wir ihn besucht und gelernt es endlich selber zu kochen! Mit 5 kg Linsenmischung für uns importiert. Leider gibt es nur einen Teil der Hülsenfrüchte bei uns- Chana Dal, halbierte geschälte Kichererbsen. Also eigentlich keine Linsen, aber der Name ist nun mal festgelegt. Was die kleinen rundlichen Dinger sind haben wir immer noch nicht herausgefunden

  • 300 g Linsenmischung (+1.5 h kaltes Wasser)
  • 1 Tomate, mit Schale in Scheiben schneiden
  • 1-2 Zwiebeln (3 mm Scheiben)
  • Rapsöl ca. 3 El
  • 2-3 Knoblauchzehen, in dünne Scheiben.
  • 1 Tl mildes Currypulver
  • 1 Tl Paprikaschoten mild
  • Salz
  • Korianderblätter zum Garnieren

Die Linsen mit soviel Wasser bedecken dass 1 cm darüber steht und 1.5 h einweichen. Mit heißem Wasser geht es schneller, nur 30 Minuten. Das Öl erhitzen, Zwiebeln braten bis sie anfangen weich werden. Dann den Knoblauch dazugeben und weiterbraten bis alles leicht braun wird. Mit ca. 200 ml Wasser ablöschen. Gewürze, Salz und Tomaten dazugeben und kochen bis die Tomate zerfallen ist. Dann die Linsenmischung mit Wasser dazugeben. Alles aufkochen und dann 10 Minute. Auf kleiner Flamme köcheln lassen bis der Schaum verschwunden ist und die kleinen Linsen weich sind.

Das Rezept ist überraschend einfach zu kochen, mit einem sehr ausbalancierten mildem Geschmack.

Als Beilage passt am besten Basmatireis oder Fladenbrot. Ein Gurkensalat dazu wäre perfekt, aber auch ein grüner ist auch gar nicht schlecht dazu.