Archiv für den Monat: Juni 2020

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Zucchiniquiche ohne Teig

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Eigentlich war das Kilo Zucchini für Zucchinipuffer gedacht, aber ich war müde am Abend. Darum wollte ich nicht eine Stunde Puffer braten und habe im Netz geschaut was es so noch gibt. Und inspiriert von ichkoche.at und etwas abgewandelt gab es die wirklich gute Zucchinquiche ohne Teig. Optimal für einen Haushalt in dem nun 2 Vollzeitvegetarier leben (Kind 1 seit 3 Jahren?, Kind 2 seit gestern mit einem gefühltem 1 kg Salami im Kühlschrank exklusiv für es gekauft 🙄). Der Lange und ich sind immer noch Flexitarier mit Aufschnitt beim Frühstück und Sonntagsbraten.

Zutaten ( 15 min vorbereiten, 10 min warten, 50 Minuten backen)

  • 1.2 kg Zucchini
  • 1 Teelöffel Salz
  • 3 Blätter Minze (oder Thymian wenn man Minze nicht mag), feingehackt
  • 3 Frühlingszwiebeln, das grüne in feine Ringel, die Zwiebel in feine Würfel
  • 5 Eier
  • Optional: 100 g Ziegenfrischkäse (nur ich darf nicht 🤬)
  • eine Handvoll Kirschtomaten halbiert ( ehrlich: optisch hübsch, geschmacklich in dem Fall nebensächlich)
  • 2 Esslöffel Olivenöl für die Form

Die Zucchini grob reiben und mit dem Salz mischen. 10 -30 Minuten in einemieb abtropfen lassen. Den Backofen auf 210°C Ober/Unterhitze vorheizen. Eine 26 cm Form grosszügig mit Olivenöl ausreichen. Eine rechteckige Auflaufform ginge sicher auch gut.

Die Eier mit einem guten Prise Salz verquirlen und die Kräuter und Frühlingszwiebeln unterrühren. Die Zucchini auspressen und mit der Eiermasse mischen. In die geölte form geben, Glattstreichen und mit den halben Tomaten dekorieren.

Im unteren Drittel des Backofens für ca. 40 Minuten backen bis es schön braun ist. Vor dem zerschneiden noch 10 Minuten ruhen lassen.

Das gibt zusammen mit einem Salat ein leichtes Abendessen oder eine sommerliche Beilage zu kurz gebratenem Fleisch. In Rhomben geschnitten sind das nette Aperohäppchen.

Roggenschrotbrot 2 für David (Hydration 80%)

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Dieses Rezept ergibt ein sehr saftiges, lange frisches Körnerbrot. Aber das hat seinen Preis denn Roggenmehl plus 80% Hydration (80 g Wasser auf 100 g Mehl) macht einen sehr klebrigen Teig. Aber nicht den Mut verlieren, 2 Teigkarten und 1 Schüsserl Wasser bereithalten und die Arbeitsfläche gut mit Haferflocken bestreuen. Für 1 Brot die Menge halbieren, aber Achtung: die Ruhezeiten verkürzen sich ein wenig.

Vorteig (am Abend vor dem Backen oder früh am Morgen)

  • 80  g Sauerteig (Weizen)
  • 250 g Roggenschrotmehl (Coop)/Roggenvollkornmehl
  • 250 g Wasser

Alle Zutaten mischen und luftdicht abgedeckt bei bei Raumtemperatur ca. 12 Stunden gehen lassen. Der Vorteig soll hübsch blasig aussehen. Wenn  man es sehr eilig hat und gerne am gleichen Tag backen möchte kann man 1-2 g Hefe hinzufügen. Dann sollte man aber am Morgen beginnen. Will man ein wenig Zeit schinden: in den Kühlschrank nach 2 Stunden Raumtemperatur. Dann gibt das ein Ruhezeit von ca. 24 h und man kann spontan ins Kino oder was so halt ansteht.

Brühstück ( 5 Stunden bis 1 Tag vorher)

  • 200 Grober Roggenschrot (ganze Körner noch erkennbar) oder auch ganze Körner
  • 100 g Sonnenblumenkerne
  • 30 g Leinsamen ganz oder Chiasamen
  • 10 g Salz
  • 300 g kochendes Wasser

Die Kerne mit dem Salz vermischen und dem kochenden Wasser übergiessen. Luftdicht abdecken (Deckel oder Folie) und am besten 5 Stunden bei Raumtemperatur quellen lassen. Danach kann man es sehr gut im Kühlschrank parken. Vor  der Verwendung aber bitte wieder auf Raumtemperatur erwärmen lassen, sonst erschreckt sich der Sauerteig.

Hauptteig (Backtag, 2-3 Stunden Teigruhe, plus 40-45 min backen)

  • Vorteig
  • Brühstück
  • 300 g Roggenvollkornmehl /dunkles Roggenmeh
  • 200 g Ruchmehl oder Weizenvollkornmehl
  • 10 g Salz
  • 10 g Brotgewürz, fein oder grob gemahlen oder ganz (zu gleichen Teilen Fenchel/Koriandersamen/Kümmel/Anis). Zur Not tut es auch der Inhalt eines Fenchelteebeutels plus ein paar zerstossen Kümmelsamen
  • 320  g Wasser
  • grobe Haferflocken zum Formen!!

Mit dem K-Haken der Küchenmaschine 10 Minuten bei Stufe 2 kneten. Der Teig ist klebrig, daher ist es gut wenn man 2-3 mal stoppt und den Teig vom Haken kratzt und vom Rand wegschiebt.

Zugedeckt 2-3 Stunden gehen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt. Bei Berührung soll sich eine kleine Delle bilden die noch zurückgeht. Dann ist der Teig ideal zum Weiterverarbeiten.

Alternative: 2 Kastenformen mit Backpapierzuschnitten auslegen und den Teig direkt hineinfüllen und mit Haferflocken dicht bestreuen. Es empfiehlt sich einen Helfer zu haben der das Backpapier hält oder das Papier so gross zu scheiden dass es fixiert werden kann. Den Teig in der Form gehen lassen und direkt backen

Wenn der Teig wieder zusammenfällt beim der Berührung dann ist er übergangen. Da hilft nur eins: Den Teig auf ein Backpapier geben und mit möglichst wenig Druck zu etwas Brotlaibähnlichem formen und so schnell wie möglich in den Ofen geben.

Vorbereiten/ Formen/ Backen

  • 1 h Stunde vor Backen den Ofen auf 250° (oder was halt geht) vorheizen. Kurz vor dem Backen ein feuerfestes Gefäss mit Wasser auf den Backofenboden stellen.
  • 2 Teigschaber und eine kleine Schüssel mit Wasser bereitstellen.
  • 2 Kastenformen (Länge 30 cm) und passenden Backpapierausschnitte Bereitstellen
  • Die Arbeitsfläche gut mit groben Haferflocken bestreuen

Den Teig mit der Teigkarte auf die Haferflocken kippen. Mit Haferflocken bestreuen und in 2 Hälften teilen. Jede Hälfte mit Hilfe einer nassen Teigkarte und Haferflocken zu einem Block Formen der in die Kastenform passt. Das Backpapier darüber legen, und schnell die Form darüber. Mit der Teigkarte unter den Teig fahren und alles wenden.

Den Teig In der Form nochmals ca. 30 Minuten gehen lassen. Kurz vor dem Backen mit einem scharfen Messer den Teig in der Mitte ca. 1 cm tief einschneiden.

  • 10 Minuten bei 250°C backen
  • 35 Minuten bei 220°C backen

Das Brot ausgepackt auskühlen lassen und idealerweise erst am nächsten Tag anschneiden. Das hat bei uns noch NIE geklappt.😀. Das ist das perfekte Brot für:

  • Butter , pur oder mit Schnittlauch oder Salz und Pfeffer
  • Leberwurst
  • Speck