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Rotkraut mit Hirschfilet, Safranreis und Morchelsauce

Die Motivation war das Rotkraut, weil der Lange das sooo gern hat mit gelbem Reis. Leider hat sich herausgestellt dass Rotkraut etwas ist was die Kinder wirklich nicht gern haben, sprich sie Würgen fast beim Essen.

Aber das war nicht so schlimm, denn Pilzsauce lieben sie, das Kraut durfte nach einem Anstandslöffel links liegen bleiben und Kind 2 hat vor lauer Rotkraut vergessen dass es eigentlich den gelben Reis nicht gern hat  ;-).

Rotkraut ( 20 Minuten rüsten, 50 Minuten köcheln im normalen Topf, oder 10 Minuten auf 2. stufe im Dampfkochtopf)

  • 2 Esslöffel Rapsöl (oder Gänseschmalz wenn man hat!)
  • 1 Zwiebel gewürfelt
  • 1 Esslöffel Zucker
  • 1 säuerlicher Apfel mit Schale, entkernt und gewürfelt
  • 700 g Rotkraut, fein geschnitten oder gehobelt
  • 300 ml Rotwein ( oder ersatzweise 200 ml Portwein)
  • 1 Esslöffel Balsamico oder Rotweinessig
  • 2 Gewürznelken
  • 1 Lorbeerblatt
  • 200-400 ml Gemüse- oder Hühnerbouillon
  • Salz

Die Zwiebel und die Apfelwürfel 3-2 Minuten andünsten, dann den Zucker unterühren und noch 5 Minuten weiterdünsten. Das gehobelte Kraut und die Gewürze dazugeben und mit Wein oder Portwein ablöschen. Alles für 10 Minuten offen köcheln lassen.

Dann den Essig und die Bouillon dazugeben und mit schief aufgesetztem Deckel ca. 50 Minuten köcheln lassen und ab und zu umrühren. Das Kraut soll  nicht zu trocken werden, wenn weniger als die Hälfte in Flüssigkeit steht ein wenig Wasser nachgeben.

Wenn man mit dem Dampfkochtopf arbeitet nach Essig und Bouillon den Topf schliessen und auf Stufe 2 10 Minuten kochen. Rasch auf einer kühlen Platte oder mit dünnen Wasserstrahl im Waschbecken den Druck  reduzieren und wenn der Topf nicht mehr unter Druck steht öffnen sonst gart das Kraut weiter.

Fazit: Geschmacklich o.k. aber den Portwein finde ich fast zu dominant, und für meinen Geschmack war es fast zu weich. Aber saftig und schön dunkelrot, und der Lange war glücklich und zufrieden.

Hirschfilet mit Morchelsauce ( 30 Minuten)

  • 30 g trockene  Morcheln
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Teelöffel Butter
  • 400  g Hirschfilet in 1.5 cm dicke Tranchen geschnitten ( 1 Stunde vorher aus dem Kühlschrank genommen)
  • 1 kleine Zwiebel, feingewürfelt
  • 50 ml Portwein
  • 250 ml Rahm
  • 1/2 Teelöffel Kalbsfondkonzentrat  von Coop
  • Salz, Pfeffer
  • ein wenig Bio-Zitronenzeste oder  ca. 1/2 Teelöffel Zitronensaft
  • 1/2 Bund Schnittlauch

Den Ofen auf 80°C vorheizen und eine eine feuerfeste Form für die Filets mitheizen. Die Morcheln in heissem Wasser 5 Minuten einweichen und gut auswaschen wegen dem Sand, dann ausdrücken und in kleine Stücke hacken. Die Zwiebeln in wenig Butter glasig dünsten, die Morcheln dazugeben und mit dem Portwein aufgiessen. Köcheln lassen bis der Portwein verdampft ist und dann mit dem Halbrahm aufgiessen und mit Kalbsfond und wenig Salz und Pfeffer kurz aufkochen. Die Sauce auf die Seite stellen.

In einer Pfanne Bratbutter erhitzen und die gepfefferten Hirschfilets auf jeder Seite bei hoher Hitze (8 von 9) auf jeder Seite eine halbe Minute anbraten. In den Ofen in die vorgeheizte form legen und dort noch ziehen lassen.

Das Fett aus der Pfanne abgiessen und die Morchelsauce hineingiessen. Mit dem Schwingbesen die Bratenrückstände lösen. Mit Zitronenbeste oder Saft und wenn notwendig Salz abschmecken.

Für dein Reis 1 Tasse Carolina Parboiled Reis mit 2 Tassen Wasser aufkochen, salzen und 1 Päckchen gemahlenen Safran hinzufügen. Mit geschlossenem Deckel 20 Minuten bei kleiner Flammen (3 von 9) leicht köcheln lassen bis alles Wasser aufgezogen ist.

Zuerst Kraut und Reis auf den Teller legen um den Teller vorzuwärmen und dann das Filet dazugeben und mit Sauce bedecken. Und es war trotz dem teilweisen Rotkraut-Desaster  ein voller Erfolg, Hirsch und Sauce wurden einstimmig als sehr essbar eingestuft!

 

Frühlingsrisotto

Geplant wäre gewesen ein Risibisi. Aber anscheinend hatten ganz viele Leute die Idee dass die ersten frischen Erbsen aus Italien toll für ein Frühlingsessen wären. Und obwohl wir gar nicht so spät am Markt waren sind alle beim Gujer schon weggewesen. Dann habe ich halt Fave gekauft, die hatte es noch. Ich habe natürlich sträflich unterschätzt wie wenig das hergibt nach Auslösen und Schälen der Bohnenkerne. Darum kam der erste!!! frische Spinat aus dem Schülergarten auch noch dazu. Ein perfektes Frühlingsessen :-).

Zutaten ( 2 Erwachsene und 2 Kinder / 3 Erwachsene, 45 Minuten)

  • 1 Esslöffel Oliven- oder Rapsöl
  • 1 Zwiebel feingehackt
  • 300  g Risottoreis
  • 100 ml Noilly Prat (trockener Sherry oder trockener Weisswein gehen  natürlich auch)
  • 600 ml Hühner- oder Gemüsebouillon
  • 150 g ausgelöste Fave (oder Erbsen, die Schoten waren 500 g)
  • 200 g frischer Spinat
  • 200 g Schinkenwürfel
  • 1 Teelöffel Butter
  • 1 Esslöffel geriebener Parmesan

Als erstes die Fave oder Erbsen aus den Schoten lösen – oder die Kinder machen lassen ;-). In letzter Zeit ziehen wir sie wieder für kleine Unterstützungsarbeiten beim Kochen bei und das klappt recht gut. Zumindest so lange sie sich sicher sind dass der Lange und ich noch viel mehr machen.

Mit den Erbsen ist dann die Arbeit vorbei, bei den Fave müssen die Kerne noch kurz -1 Minute-blanchiert werden und dann die leuchtend grünen Kerne aus der zähen blassgrünen Hülle gequetscht werden. Von stolzen 500  g bleiben da nur noch zarte 150 g übrig.

Die Zwiebel in Oliven- oder Rapsöl 10 min weich dünsten, dann den Reis zugeben und mit einem ordentlichen Schuss Noilly Prat ablöschen, unter rühren köcheln lassen bis der Reis droht anzubrennen. Dann mit der Hühnerbouillon fortfahren. Nach 10 Minuten die Fave oder rohen Erbsen hinzufügen. Wenn der Risotto fertig ist den gewaschenen und in unserem Fall von Schnecken befreiten Spinat unterrühren. Wenn er zusammengefallen ist noch die Schinkenwürfel, die Butter und den Parmesan (nur wenn der Lange nicht da ist) untermischen. Kurz stehen lassen und wenn es zu dick ist mit wenig Bouillon auf die gewünschte Konsistenz bringen.

Vielleicht kein klassisches Risotto, aber eines dass ziemlich begeistert vernichtet wurde :-).

 

Tomatensuppe

Jetzt habe ich schon wirklich unnatürlich lange kein  Suppenrezept mehr geposted, also los! Das ist eine einfache Suppe, aber es hat mich  einige Versuche gekostet bis sie so schmeckt wie meine Lieblingstomatenssuppe. Die gibt es im Hallo im Shopville. Und sie ist auch -zu Hause wie dort-  die Lieblingssuppe von Kind 2. Zumindest jetzt 🙂

Zutaten ( für 4 Personen)

  • 1 EL Raps- oder Olivenöl
  • 30 g Knollensellerie
  • 100 g Karotten
  • 50  g Zwiebeln
  • Wenn man hat:  0.5 g Xhantan
  • 700 passierte Tomaten (oder 2 grosse Büchsen Pelati)
  • 400 ml Wasser
  • als Option: 1/2 Knoblauchzehe
  • 100 ml Rahm
  • Salz

Zwiebeln, Sellerie und Rüebli in dünnen Scheiben 10 Minuten dünsten. Mit den  passierten Tomaten und Wasser aufgiessen. Die in Scheiben geschnittene Knoblauchzehe dazugeben und 20-30 Minuten köcheln lassen bis das Gemüse weich ist. Mit Salz abschmecken und das Xhantanpulver unterrühren und aufkochen lassen. Den Rahm dazugeben und mit dem Stabmixer gut durchmixen. Oder mit dem Standmixer der netten Nachbarn, weil das rentiert schon. Der Geschmack wird nicht besser, aber der Cremigkeitsfaktor ist schon ein Faktor 2 höher.

Das ist ein ideales Mittagessen mit Brot, besonders wenn es noch Geburtstagskuchen und Apfelstrudel vom Geburtstag des Langen übrig hat ;-).

Eignet sich gut zum Einfrieren, also mach ich meist die doppelte Menge.

Hummus

Von mir und dem Langen heissgeliebt und viel besser als alles was man in Büchsen kaufen kann. Und Kind1 isst ihn inzwischen auch mit  mehr Vergnügen. Und man kann ein schön schnelles Essen daraus machen mit getoastetem Brot, Gemüsestengel, getrockneten Tomaten , Oliven und was man halt so zu Hause hat.

Zutaten

  • 2x Prise Natron  (0.5 g)
  • 500 g gekochte Kichererbsen (ca. 250 g trockenen) oder Inhalt von 2 Büchsen
  • 3 g (1 gehäufter TL) Kreuzkümmel gemahlen
  • Saft von 1-2 Zitronen (60 ml)
  • 1 Streifen Zitronenschale ( nur das gelbe)
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 1 EL – 50g Tahini braun (Sesampaste)
  • 1 Esslöffel Olivenöl
  • Salz 5 g
  • Kochflüssigkeit 150 ml

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Sellerie-Lauch Salat

Da ich jetzt eine Weile nicht arbeite und auch noch 2 Wochen im Urlaub war leide ich schwer an Gemüsedefizit. Weil ich doch sonst immer zu meiner meiner Hauptquelle für Gemüse (in Salatform) Mittagessen gehe, dem schon oft zitierten LaBastide TakeAway.  Also muss ich jetzt mal selber an der Herd und versuchen mehr nachzukochen als eh schon. Das Ziel wären so 3-4 Gemüsesalate die Woche zu essen.

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Speckknödel

Das ist wieder einmal ein klassisches Beispiel der leichten österreichischen Küche. Ich habe sie seit Jahren nicht mehr gemacht, weil immer wenn Knödelbrot im Haus ist gibt es Spinatknödeln. Aber diesmal habe ich 2×500 g im Haus, und zwar schon ein Weilchen und das muss jetzt weg. Und die „richtige“ Knödelwurst ist auch im da!!! Als Brot wird meistens „altbackene Semmeln“ in Würfel geschnitten angegeben. Damit ist 1-2 Tage altes Brot gemeint, dass schön zäh aber nicht bröselig ist und sich noch gut schneiden lässt. Damit verringert sich aber die Flüssigkeitsmenge. Ich bin halt etwas faul, bzw. wenn ich warte bis bei uns die Menge trockenes Weissbrot anfällt dann dauert es 5 Jahre bis es Knödeln gibt. Achtung: mit Speck ist hier zum Rohessen geeigneter Speck vom Bauch gemeint. Beim meinem Metzger heisst das Bauernspeck. Und das mit den winzigen Würfeln meine ich ernst, bei den Standarddingern halten die Knödel nicht gut zusammen. Ja, und die Wurst. Schwierig. Also Landjäger gehen NICHT, wegen dem Kümmel. Aber Salsiz sollte gehen (harte Rauchwurst), mageres gekochtes Rippli (Kassler), Berner Zungenwurst vielleicht auch? Ich nehme immer die klassischen Bergsteigerwurst von Tirol.

Zutaten (für 8 Personen)

  • 200 g kleine Bauchspeckwürfel, in sehr kleinen Würfeln 2 -3 mm. Die von Malbuner gehen, alles andere ist zu gross geschnitten
  • 300 g weiche oder harte Rauchwurst, ebenfalls in winzigen Würfeln
  • 1 grosse Zwiebel (100g), ja genau, in winzigen Würfeln
  • 500 g trockenes Knödelbrot
  • 500 ml Milch
  • 4-5 Eier (5 Eier 46+ waren es hier, bei den Standard Riesendingern  65+ sind 4 sicher genug)
  • 1-2 Bund Schnittlauch in feinen Ringle,
  • Blätter und feine Stengel von einem grossen Bund glatter Petersilie, fein gehackt
  • Salz, wenig Muskat
  • 3 EL Mehl

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Gerstensuppe

Das ist eine Lieblingssuppe der Familie, vor allem Kind 1 hat sie gern und Kind 2 vergisst auch immer öfter dass er sie nicht gern hat  :-). Es gibt sie oft im Winter als Abendessen, auch weil sie sich so schön und so schön schnell vorbereiten lässt! Notfalls kann man die Bohnen auch nicht eingeweicht nehmen. Und sie schmeckt am nächsten Abend noch besser.

Zutaten:

  • 130 g kleine weisse Bohnen, 12 h eingeweicht (notfalls auch nicht, oder durch 1 kleine Büchse weisse Bohnen ersetzten)
  • 130 g Rollgerste, gewaschen
  • 150-200 g Rüebli
  • 100-150 g Lauch
  • 100 g Knollensellerie in Würfel/oder Stangensellerie in Scheiben (kann man weglassen wenn man Sellerie nicht mag)
  • 1 Blatt Liebstöckel (Maggikraut)
  • 1.5 l Wasser
  • 100 ml Milch
  • Salz, Pfeffer
  • Schnittlauch oder Petersilie
  • 120 g Speckwürfel, oder 1 Paar Wienerli (Frankfurter) in Scheiben oder auch nichts. Oder Rippli. Halt Fleisch mit Rauch und Fett.

Die eingeweichten Bohnen in einem Sieb gut spülen, ebenso die Rollgerste. Rüebli in ca. 1 cm Scheiben oder Würfel schneiden, Lauch in feine Ringerl oder Fleckerln. Alle Zutaten bis Liebstöckel in einen Dampfkochtopf geben und  mit Wasser auffüllen. Bei 1-2 Ringen 30 Minuten kochen lassen. Den Topf kühlen lassen bis der Überdruck weg ist und öffnen. Die Milch unterrühren und mit Salz abschmecken. Die Speckwürfel sofort in die noch heisse Suppe unterrühren. Die Wienerli kurz vor dem Servieren, da sie sonst zu sehr auslaugen.  Die Suppe im Teller mit Schnittlauch oder gehackter Petersilie bestreuen.

Wer keinen Dampfkochtopf hat muss einfach die doppelte bis dreifache Zeit köcheln, geht auch. Und wer vergisst Gerste zu kaufen nimmt einfach die doppelte Menge Bohnen, auch das schmeckt gut :-).

Buchstabensuppe

Weil heute Mittag immer noch totmüde – vor lauter müde nicht eingeschlafen, ganzes Buch gelesen und dann gut, aber verdammt kurz geschlafen – heute Mittag auch einfach und schnell. Kind 1 war abwesend, also kuschliges Essen mit Kind 2 und 2!! Lieblingsessen. Menge heute also für 1E+1K, und als erstes die Hauptspeise

Zutaten 

  • 500 ml Hühnersuppe/bouillon, selber gemacht (aufgetaut).  Und ja, das ist definitiv viel besser mit selbergemachter
  • 2 Rüebli in dünne Scheiben
  • 3 Esslöffel Buchstabenudeln
  • Schnittlauch!

Suppe auftauen, salzen, Rüebli 5 Minuten köcheln, Nudel dazu und 8 Minuten köcheln.
Heute eher eintopfmässig in der Konsistenz, gibt es noch in den Varianten mit Lauch auch als Vorspeise oder mit Frankfurter/ Wienerli und Stück Brot als Hauptspeise. Kind 1 isst hauptsächlich die Einlage, Kind 2 die Bouillon. Der Lange und ich einfach alles, aber auf jeden Fall mit VIEL Schnittlauch!!!!

Kürbisuppe

Normalerweise mache ich nicht so grosse Mengen, aber das Trumm Kürbis kam aus dem Schülergarten.  Und ja, viel ist nicht übrig geblieben. Ich nehme meistens Butternuss oder Hokkaido, aber das Riesenstück könnte ein Teil von einem Muskatkürbis gewesen sein

Zutaten

  • 20 g Butter
  • 150-200 g Lauch, in Ringel geschnitten
  • 2 Zwiebel (150 g) in dünne Schieben geschnitten
  • 1400 g Kürbis, in grobe Stücke geschnitten
  • 1.5 Liter Hühner- oder Gemüsebouillon
  • 200 ml Rahm
  • Salz
  • Wer es mag: Kürbiskernöl zum Essen

 

Zwiebeln und Lauch in der Butter weich dünsten. Die Kürbisstücke und die Bouilllon zugeben und aufkochen und dann mit Deckel 15 Minuten kochen. Die Kürbisstücke sollen sehr weich sein. Den Rahm hinzufügen, gut durchmixen und mit Salz abschmecken.

Mit Brot dazu ein sehr nettes Essen (Suppen schaffen es bei uns fast nie zur Vorspeise). Wer will gibt einen Schuss Kürbiskernöl dazu. Und das Kind das Suppe nicht so gern mag bekommt halt ordentlich Kiri oder Butter aufs Brot dazu.