Archiv der Kategorie: Reis & Risotto & Polenta

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Insalata di Farro

Nach einer langen Sommerschreibfaulheit habe ich einiges Nachzuholen. Das ist ein Rezeptmitbringsel aus der Toskana, aus Neugier im Supermarkt an der Theke gekauft und sofort von der ganzen Familie geliebt: Insalata di Farro! Allein mit Brot, als Antipasto, zu Gegrilltem, passt immer. Und geht schnell und ist umkompliziert.

Der exotische Farro hat sich dann als nicht so exotischer Emmer entpuppt, auch als Zweikorn bekannt, eines der ältesten  Kulturgetreide. Aber weil Zweikornsalat mit Oliven so furchtbar nach 70er Bio klingt bleiben wir lieber  beim italienischen Namen.

Zutaten (4 Personen als Beilage, Vorbereiten: 10 Minuten, Kochzeit; 30 Minuten)

  • 200  g Emmerkörner (Zweikorn)
  • 1/2 Teelöffel Salz
  • 150 g grüne Oliven, entsteint, feingehackt
  • 1 Esslöffel Olivenöl
  • 200g Datei oder Cherry Tomaten halbiert
  • 1 Handvoll frischer Basilikum

Den Emmer mit 500 ml Wasser und Salz aufkochen und dann zugedeckt 30 Minuten  köcheln lassen. Das restliche Wasser abgiessen und sofort das Olivenöl und die gehackten Oliven untermischen. Wenn alles nur mehr lauwarm ist die halbierten Tomaten dazugeben.

Kurz vor dem Servieren den zerrupften Basilikum dazu und fertig.

Nach Geschmack kann man auch noch Mozzarella oder Ziegen/Schafskäsewürfelchen dazugeben.  Muss aber nicht wirklich sein. Der Emmer hat einen so hübschen nussigen Geschmack, der sich genial mit den salzigen Oliven und der Säure der Tomaten verträgt, da braucht es nichts weiter dazu als ein Glas Rotwein und frisches Weissbrot. Aber auch geröstete Peperoni, Humus und ein paar gegrillte Würste dazu tun auch nicht weh und man hat ein perfektes Sommeressen!

Gebratene Hühnerherzen mit Polenta und Lauchgemüse

 

Das muss ausgenutzt werden dass ich nicht mehr alleine bin mit meiner Vorliebe für Innereien. Darum habe ich mit den Hühnerkarkassen und 2 Hühnerfüssen für die Bouillon – ich plane Ramen!- gerade noch 200 g Hühnerherzen für mich und Kind 2 für heute am Markt bei den Schwestern Fiechter geordert.  Und weil ich letzte Woche am Markt bei der Bestellung gerade noch ein herumliegendes Perlhuhngerippe und eines vom Huhn mitgenommen habe, gab es passenderweise auch frischen, dunklen Hühnerfond aus ebendiesen Knochen. Denn mit 2 Karkassen kommt man nicht weit für Suppe, aber ein erster Testfond lag knapp drin.

Als erstes fange ich mit Lauch und Polenta an beim Kochen, denen  tut es nicht weh wenn sie ein bisserl rumstehen, und sie schmecken auch besser wenn man sich nicht mehr den Mund daran verbrennt. Aber zu lange gebratene Herzchen werden trocken, und das wäre schon sehr schade.

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Milchreis

Das ist ein Mittaglieblingsessen der Kinder. Nicht gerade sehr schnell, aber unkompliziert. Und mit Apfelmus dazu auch noch ansatzweise gesund!

Zutaten ( 4 Portionen offiziell, inoffiziell 2 Kinder plus 2 Dessertportionen im Glas, 5 Minuten vorbereiten, 30 Minuten kochen mit wenig Einsatz)

  • 0.6 l Voll-Milch
  • 0.4 l Wasser
  • 1 Packung  Vanillezucker
  • Ordentliche Prise Salz
  • 1 Esslöffel Zucker (ca 10 g)
  • 1 Streifen Zitronenschale
  • 250 g Rundkornreis
  • Ordentliche Prise Salz
  • 1 Esslöffel Zucker (ca 10 g)

Milch und Wasser aufkochen, mit Zucker und Salz abschmecken. Es soll nur leicht süss und eher salzig sein. Den Reis und die Zitronenschale dazugeben und 30 Minuten kochen/köcheln. Ab und zu umrühren und die Temperatur herunternehmen, denn die Masse wird immer dicker und legt sich immer leichter am Topfboden an.  Am Schluss soll der Milchreis noch cremig-dickflüssig sein.

Mit Zimtzucker zum Bestreuen und Apfelmus servieren. Oder ein Früchtekompott , Beeren, Fruchtsalat oder was man  sonst gerne hat.

 

Die Reste gebe ich in Gläser, die werden dann am gleichen oder nächsten Tag als Dessert oder Jause (z’vieri/z’nüni) gegessen.

Tomatenrisotto Winter

Das ist ein Versuch die Anzahl der getrockneten, gesalzenen Tomaten vom Sommerurlaub 2015 in meinem Schrank zu reduzieren. Ich bin schwer beeindruckt von der Konservierungsmethode, weil sie zeigen nicht die geringste Neigung zum Verderben. Sie werden einfach immer salziger und trockener.

Zutaten ( 4 Personen, Vorbereiten 10 Minuten, Kochen 20 Minuten)

  • 4-5 getrocknete Tomaten – wenn es hat in Öl eingelegte
  • Olivenöl
  • 1-2 Zwiebeln feingehackt
  • 300 g Risottoreis
  • 1 gehäufter Esslöffel Tomatenpüree 3x konzentriert
  • Gemüsebouillon
  • 1 Esslöffel geriebenen Parmesan und 1 Stückchen Butter

Die trockenen Tomaten in heissem Wasser für 10 Minuten einweichen und dann klein hacken. In Ö l eingelegte können direkt verwendet werden.

Die Zwiebeln im Olivenöl glasig dünsten und dann das Tomatenpüree unterrühren und noch weitere 2-3 Minuten schmoren lassen. Dann den Reis und die Tomatenstückchen unterrühren und mit der Gemüsebouillon den Risotto kochen. Er soll eher auf der flüssigen Seite bleiben. Am Schluss noch den Parmesan und die Butter untermischen und kurz ziehen lassen.

Für dieses Mal war es eine Hauptspeise, als Beilage gab es Brokkoli mit Knoblauch. Fazit: die getrocknete Tomaten sind nicht ganz optimal, aber das Risotto war mehr als essbar. Das nächste Mal werde ich es aber lieber mit in Öl eingelegten Tomaten versuchen und meine Altlasten weiterhin als Kaugummiersatz beim Kochen verwenden.

 

Kichererbsencurry

Lange kein Rezept mehr aufgeschrieben! Das an 5 Tagen arbeiten war keine so gute Idee. Theoretisch hätte das dazu führen sollen dass ich an 2 Tagen früher heimgekommen wäre, praktisch hätte ich darüber lachen können wenn ich rechtzeitig und entspannt genug heimgekommen wäre. Aber jetzt bin ich wieder an einem Tag zu Hause, uff.

Zum Brechen dieser unfreiwilligen Schreibblockade kann natürlich nicht irgendein Rezept daherkommen, das muss schon was besonderes sein!

Bei diesem Rezept bin ich sozusagen wieder mal der Ghostwriter für einen Gastblog des Langen. Dieses Rezept hat schon eine sehr lange Tradition bei uns, es hat seinen Ursprung ganz am Anfang unserer Beziehung. Und bevor seine Entstehung im Dunkeln der Erinnerung verschwindet, versuche ich seine Entstehung so gut es noch geht nachzuvollziehen:

Ich hate versucht ein Curry aus Kichererbsen zu machen mit Reis dazu, mit einer indischen Currypaste und es war ganz o.k.  Der Lange fand es auch o.k aber zu kompliziert und hat eine Modifikation erfunden die sich in einem Topf kochen lässt. Vielleicht sollte ich erwähnen dass er lange in einem Zimmer mit nur einer Kochplatte gewohnt hat?  Wie auch immer das Ergebnis war mehr als o.k. und hatte sich als Klassiker etabliert!

Ging dann aufgrund seiner nicht so kindertauglichen Geschmacks fast vergessen. Aber inzwischen sind die Kinder auch geschickt genug die Rosinen die sie gekocht nicht mögen selber aus dem Essen herauszuklauben, und dieses „Curry “ erlebt sein verdientes Revival. Im Moment noch in seiner milderen Version mit Currypulver, aber die Zeit der Currypaste kommt sicher auch wieder!

Zutaten ( Rüsten 15 Minuten, köcheln 20 Minuten)

  • 1 Esslöffel Oliven oder Rapsöl
  • 1 Zwiebel, feingehackt
  • 2 Esslöffel Rosinen
  • 1 Esslöffel Currypulver der Wahl (oder Currypaste, indisch !)
  • 2 kleine Dosen Kichererbsen, abgetropft ( 500 g gekochte Kichererbsen), am besten von Cirio
  • 1.5 Tassen Carolina Parboilded Reis (Migros!), ca 350 g
  • 3 Tassen Wasser

Zwiebeln in Öl so 5 Minuten dünsten, von Rosinen bis Reis alles in den Topf und verrühren. Das Wasser dazu und 20  Minuten köcheln, ab und zu schauen ob was anbrennt. Diese Zeit ist gerade perfekt geeignet in Ruhe einen grünen Salat mit geraffelten Karotten herzustellen, nach dem dieses Essen geradezu schreit. Ich kenne kein anderes Rezept dass die Kochphilosophie des Langen besser beschreibt!

Und wenn ich so nachdenke wäre es auch eine gute Beilage zu gebratenem Lamm und damit gästetauglich!

Saiblingsfilet mit Riso Venere, Kohlrabigemüse und Bärlauchschaumsauce

Wer findet dass in letzter Zeit viel Saiblingsfilet gibt hat recht. Aber die Filets vom Markt frisch aus den Schweizer Seen sind halt mal so, dass sie fast alles aus den Meeren an Frische leicht überbieten. Bestätigt von einer Freundin aus dem hohen Norden die fischbegeistert und sehr kritisch ist. Aber mit verschiedenen Beilagen wird es doch immer anders. Den Riso Venere- ich geb es zu- mag ich zu einem grossen Teil wegen seiner tollen dunkelrot-schwarzen Farbe. Und seiner Unkompliziertheit wegen: ablöschen-einreduzieren-Bouillon dazu, Deckel drauf und wird einfach :-). Aber er hat auch einen hübsch nussigen Geschmack und passt gut zu gebratenem Fisch. Und mit ein wenig Milch -oder auch Risottoreis dazu wird er noch cremiger.

Riso Venere (Beilage für 4 Personen, 45 Minuten, 15 Minuten Arbeitszeit)

  • 1 Esslöffel Olivenöl oder Fett von silbergemachter Hühnerbouillon
  • 1 kleinere Zwiebel, feingehackt
  • 250 g Riso Venere
  • 50 g Milch- oder Risottoreis
  • 100 ml NoillyPrat oder trockener Sherry
  • 500 ml Hühnerbouillon

Die Zwiebelwürfel im Olivenöl weich dünsten. Allen Reis unterrühren und kurz anschwitzen lassen. Mit dem Noilly Prat ablöschen und verkochen lassen. Mit der Bouillon aufgiessen und mit Deckel auf dem Topf 30 Minuten köcheln lassen bis die Flüssigkeit fast weg ist. Es ist eine nette Beilage die einem nicht übel nimmt wenn sie ein bisschen rumsteht. Wer es cremiger mag kann am Schluss vor dem Servieren noch Bouillon unterrühren.

Kohlrabigemüse (Beilage für 4 Personen, 10 rüsten, 10 Minuten kochen)

  • 700  g Kohlrabi geschält, in kurze Stifte geschnitten
  • 50 ml Wasser (ca.)
  • 1/2 Teelöffel Salz
  • 50 ml Halbrahm
  • 1 Bund Schnittlauch, feingeschnitten

Das ist eine so unspektakuläre Beilage, einfach zuzubereiten aber so nett und alle haben sie gern bei uns. Und im Moment haben wir super Schnittlauchvorräte aus dem Schülergarten. Und der Kohlrabi ist auch keine Primadonna die sich sofort gehen lässt wenn sie warten muss.

Kohlrabi schälen und in ca.  0.5 cm dicke Stifte schneiden. In den Topf geben und grad so viel Wasser hinzufügen dass der Boden knapp bedeckt ist. Mit dem Salz bestreuen und aufkochen. Dann sofort den Deckel auflegen und die Hitze reduzieren ( 4 von 9 Induktion) so dass es klar köchelt  aber nicht wie verrückt kocht. Nach 10 Minuten ausschalten und den Deckel abnehmen. Kurz vor dem Essen den Halbrahm unterühren und ohne Deckel aufkochen bis fast alle Flüssigkeit weg ist. Bei Bedarf kann man noch nachsalzen. Den Schnittlauch gibt man direkt vor dem Servieren dazu.

Sailbingsfilet gebraten ( 15 Minuten) 

  • 400  g Saiblingsfilet mit Haut
  • Salz
  • Chnöpflimehl
  • 2 Esslöffel Bratbutter

Die Anleitung für den Saibling gibt es im Detail hier. Ich bin jedesmal hin und weg wie verlässlich das klappt!

Bärlauchschaumsauce ( für 4 Personen, 10 Minuten)

  • 150 ml Fischfond (ich hatte noch gefroren vom letzten Mal. Der von Coop Fine Food in der Flasche tut es aber auch hervorragend)
  • 100 ml Halbrahm (oder Vollrahm, dann ohne Xhantan)
  • 0.5 g Xhantanpulver
  • 1 Messerspitze Salz
  • 1/4 schwacher Teelöffel Bärlauchpesto

Alles zusammen bis auf den Bärlauch aufkochen und 5 Minuten köcheln lassen. Ohne Xhantan einfach den Halbrahm durch Vollrahm ersetzen. Kurz vor dem Essen den Bärlauch- und weniger ist hier mehr!- dazu geben und mit einem Saucenschwingbesen oder so einem sonst sinnlosen Handmilchschäumer gut aufschäumen. Wer hier etwas erwartet wie einen stabilen Cappuccinoschaum wird enttäuscht werden. Aber etwas luftiger wird es schon.

Und geschmacklich hat es super zusammengepasst, bin ganz glücklich und sehr satt.

Frühlingsrisotto

Geplant wäre gewesen ein Risibisi. Aber anscheinend hatten ganz viele Leute die Idee dass die ersten frischen Erbsen aus Italien toll für ein Frühlingsessen wären. Und obwohl wir gar nicht so spät am Markt waren sind alle beim Gujer schon weggewesen. Dann habe ich halt Fave gekauft, die hatte es noch. Ich habe natürlich sträflich unterschätzt wie wenig das hergibt nach Auslösen und Schälen der Bohnenkerne. Darum kam der erste!!! frische Spinat aus dem Schülergarten auch noch dazu. Ein perfektes Frühlingsessen :-).

Zutaten ( 2 Erwachsene und 2 Kinder / 3 Erwachsene, 45 Minuten)

  • 1 Esslöffel Oliven- oder Rapsöl
  • 1 Zwiebel feingehackt
  • 300  g Risottoreis
  • 100 ml Noilly Prat (trockener Sherry oder trockener Weisswein gehen  natürlich auch)
  • 600 ml Hühner- oder Gemüsebouillon
  • 150 g ausgelöste Fave (oder Erbsen, die Schoten waren 500 g)
  • 200 g frischer Spinat
  • 200 g Schinkenwürfel
  • 1 Teelöffel Butter
  • 1 Esslöffel geriebener Parmesan

Als erstes die Fave oder Erbsen aus den Schoten lösen – oder die Kinder machen lassen ;-). In letzter Zeit ziehen wir sie wieder für kleine Unterstützungsarbeiten beim Kochen bei und das klappt recht gut. Zumindest so lange sie sich sicher sind dass der Lange und ich noch viel mehr machen.

Mit den Erbsen ist dann die Arbeit vorbei, bei den Fave müssen die Kerne noch kurz -1 Minute-blanchiert werden und dann die leuchtend grünen Kerne aus der zähen blassgrünen Hülle gequetscht werden. Von stolzen 500  g bleiben da nur noch zarte 150 g übrig.

Die Zwiebel in Oliven- oder Rapsöl 10 min weich dünsten, dann den Reis zugeben und mit einem ordentlichen Schuss Noilly Prat ablöschen, unter rühren köcheln lassen bis der Reis droht anzubrennen. Dann mit der Hühnerbouillon fortfahren. Nach 10 Minuten die Fave oder rohen Erbsen hinzufügen. Wenn der Risotto fertig ist den gewaschenen und in unserem Fall von Schnecken befreiten Spinat unterrühren. Wenn er zusammengefallen ist noch die Schinkenwürfel, die Butter und den Parmesan (nur wenn der Lange nicht da ist) untermischen. Kurz stehen lassen und wenn es zu dick ist mit wenig Bouillon auf die gewünschte Konsistenz bringen.

Vielleicht kein klassisches Risotto, aber eines dass ziemlich begeistert vernichtet wurde :-).

 

Bärlauchrisotto mit Onsenei und Walnuss

Vor ca. 3 Wochen war ich über Mittag in der Wirtschaft zur Au (sehr zu empfehlen!) bei Sihlcity. Ich habe zwar Arancini mit Tomaten-Olivensauce gegessen (muss auch noch mal nachgekocht werden), aber mein Begleiter hatte Wolfsbarsch mit Bärlauchrisotto. Und den hab ich natürlich auch probiert, und der war sehr, sehr nett. Mit dezenter Bärlauchnote, keine gehackten sondern eher pürierte Kräuter. Und weil ich von meiner Wiener Freundin grad frischen Bärlauchpesto (ohne Käse bekommen habe) gab es das zum Abendessen.

Aus einem Geistesblitz heraus habe ich dann noch Onseneier dazu gemacht. Und beschlossen, dass die restlichen 10 Walnüsse (Baumnüsse), von den Schwiegereltern gesammelt, einen schönen geschmacklichen und konsistenzmässigen Kontrast geben müssten. Und YEAH, das haben sie! Macht das Spass wenn ich mir etwas überlege und es kommt so gut raus. Dieses Essen schafft es ins Standardrepertoire :-).

Bärlauchrisotto (4 Personen als Beilage oder 2 E+2 K als Abendessen, 25 Minuten)

  • 2 EL Raps- oder Sonnenblumenöl
  • 1 normal grosse Zwiebel, feingehackt
  • 250 g Risottoreis
  • 100 ml Weisswein/weisser trocknerer Sherry/ Noilly Prat (was halt da ist von den 3)
  • 600 ml schwache Gemüse- oder Hühnerbouillon
  • Salz
  • 1 gehäufter Esslöffel Bärlauchpesto
  • Wenn da: Kräuterreste vom Bärlauchöl machen
  • 1 Stückchen Butter

Die Zwiebeln im Öl für ein paar Minuten glasig dünsten, den Reis gut unterrühren und mit der Hitze auf 6 von 9 (Induktion) hoch gehen. Mit dem Weisswein oder Sherry ablöschen. Nachdem der Alkohol verdampft ist mit der Bouillon weitermachen, rühren bis verdampft und immer weiter so. Nach 15 Minuten Bärlauchpesto und Kräuterölreste unterrühren und den Risotto fertigkochen. Er sollte noch ein bisschen flüssig sein. Die Butter unterrühren und den Risotto noch 5 Minuten rumstehen lassen.

Onseneier (45 Minuten)

  • 4 Eier 

Die Eier im Wasserbad oder im Steamer bei 65°C für 45 Minuten garen. kann auch 10 Minuten länger gehen, dann ist das Eigelb cremig fest. In der Eimitte rundum mit einem scharfen Messer aufklopfen und das Ein in eine Schale rutschten lassen.

Bärlauchöl

  • 4 Bärlauchblätter
  • 100 ml Rapsöl
  • Blätter von einer Stange Petersilie

Mixen, kurz auf 60°C erwärme und stehen lassen. Dann durch ein Sieb giessen. Die Kräuterreste kann man fürs Risotto nehmen.

10 Walnüsse /Baumnüsse grob hacken

Das Risotto in einer Schale anrichten, mit einem Löffel eine Vertiefung machen und das Ei hineinrutschen lassen. Mit den gehackten Nüssen bestreuen und einen Teelöffel Öl darüber träufeln.  Zumindest der Lange und ich haben es so gegessen. Kind 1 wolle Ei separat, dafür mit Öl. Kind 2 Risotto mit ei , dafür ohne Öl. und gern gehabt haben es alle :D.

Spinat-Bärlauch Risotto mit gebratenem Lachs

Das ist ein schönes Bespiel das man Sachen durchaus vereinfachen kann ohne das die Quältität leidet. Fürher habe ich in mühsamer Handarbeit die Stiele von den Blättern geschnitten und alles in feine Streifen zerteil. Bis ich mal im Stress war und den Spinat form- aber nicht respektlos einfach gewaschen ins Risotto getan habe. Und festgestellt habe dass ich 20 Minuten weniger arbeiten muss und das Ergebnis genauso gut ist :-).

Risotto (30 Minuten, für 4 Personen als Beilage) 

  • 1 Zwiebel, feingehackt
  • 1 Esslöffel Rapsöl
  • 1 grosse Tasse Arborioreis (ca. 220 g)
  • 150 ml Weisswein, trocken  oder 50 ml trockener weisser Sherry/ Wermuth
  • ca. 0.5 l milde Hühner oder Gemüsebouillon
  • 300 g junger Spinat, gewaschen und geschleudert
  • 1 Handvoll Bärlauchblätter, SEHR gut gewaschen in dünnen Streifen
  • 1 kleines Stück Butter

Die Zwiebel im Öl andünsten andünsten, den Reis unterrühren und mit dem Weisswein ablöschen, und unter Rühren bei höherer Hitze verdunsten lassen. Dann mit der Bouillon so weitermachen. Nach 13-14 Minuten die Spinatblätter in 3-4 Portionen unterrühren, die nächste Portion hinzufügen wenn der Spinat schon zusammengefallen ist. Den Risotto fertigkochend. 1  Minute vor Schluss den Bärlauch dazu geben. Vor dem Servieren mit 1 kleinem Stück Butter und wenn nötig Salz abschmecken.

Das ist ein sehr netter Risotto zu Fisch oder auch Jakobsmuscheln. Aber auch allein, dann aber mit viel Parmesan bestreut oder mit wenig Gorgonzola abgeschmeckt. Als Hauptgericht die angegebene Menge verdoppeln.

Lachs (4 Personen, 10 Minuten)

  • Pro Person 1 Stück Lachsfilet mit Haut à 100-120 g
  • 2 Esslöffel Rapsöl und 10 g Butter
  • Salz
  • Chnöpflimehl/Semola

Das Lachsfilet salzen und mit Chnöpflimehl bestreuen. Öl und Butter in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Bei guter Hitze (7 von 9; Induktion, beschichtete Pfanne) 1 Minute auf der Fleisch und 2 Minuten auf der Hautseite braten. Wird immer schön knusprig!

Zucchini Risotto mit gebratener Hühnerleber

Kind2 geht in in Seebach in den Schwimmkurs, wo der Ausländeranteil hoch ist und der Migros daher lustige Sachen im Standardangebot hat wie geräucherte Zunge, gefrorene Hühnerlebern und Herzen und ähnlich  nette Sachen die sonst nicht so findet. Und weil ich dort nicht schwimmen kann- Schulschwimmanlage mit 1 Becken – gehe ich halt immer einkaufen. Ich koche selten Leber, weil nur ich die mag. Aber die Hühnerleber hat mich so nett angelacht, da habe ich sie mitgenommen. Und mit -wieder mal jahresunzeitgemässen- 2 Zucchini die im Kühlschrank so langsam unglücklich wurden zu einem Abendessen verarbeitet.

Ich habe mich also auf viel Leber – 300g Packung!- und wenig Risotto gefreut. Aber nicht mit Kind2 gerechnet. Das gab ein ähnliches Kampfessen wie bei den Miesmuscheln, aber was solls! Ich bin nicht mehr allein 😀 !!!

Leber (2 Personen, 25 Minuten)

  • 10 g Butter
  • 300 g Hühnerleber, geputzt, in appetlicher Häppchengrösse
  • 10 g Butter
  • 2 Zwiebeln
  • 100 ml Hühnerbouillon
  • Salz, Peffer
  • 1/2 Tl getrockneter Majoran

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