Archiv der Kategorie: Gemüse

image_pdfimage_print

Karotten-Linsensuppe mit Ingwer und Kreuzkümmel

Das ist sehr einfache, schnelle und wärmende Wintersuppe. Und zu meiner grossen Überraschung findet auch Kind1 jetzt Kreuzkümmel super!

Zutaten ( 10 Minuten Vorbereitung, 20 Minuten kochen, 4 Portionen)

  • 1 Esslöffel Rapsöl
  • 350  g Karotten, geschält und in Scheiben
  • 1 kleine Pastinake (weil sie da war und wegmusste), sowie die Karotten
  • 70 g roten Linsen
  • 2 cm Ingwer, geschält, in dünne Streifen geschnitten
  • 1 Teelöffel Kreuzkümmel, ganz
  • 600 ml Wasser
  • Salz
  • 50 ml Kokosmilch oder Rahm

Karotten und Pastinake kurz im Öl andünsten, alle Zutaten bis und mit Wasser zugeben. aufkochen und dann 20 Minuten zugedeckt köcheln lassen. Mit Kokosmilch cremig mixen und mit Salz abschmecken. Mit einer dicken Scheibe Brot ein schnelles und warmes Winteressen!  Aber definitiv nur für Kreuzkümmelfans.

Rotkraut mit Hirschfilet, Safranreis und Morchelsauce

Die Motivation war das Rotkraut, weil der Lange das sooo gern hat mit gelbem Reis. Leider hat sich herausgestellt dass Rotkraut etwas ist was die Kinder wirklich nicht gern haben, sprich sie Würgen fast beim Essen.

Aber das war nicht so schlimm, denn Pilzsauce lieben sie, das Kraut durfte nach einem Anstandslöffel links liegen bleiben und Kind 2 hat vor lauer Rotkraut vergessen dass es eigentlich den gelben Reis nicht gern hat  ;-).

Rotkraut ( 20 Minuten rüsten, 50 Minuten köcheln im normalen Topf, oder 10 Minuten auf 2. stufe im Dampfkochtopf)

  • 2 Esslöffel Rapsöl (oder Gänseschmalz wenn man hat!)
  • 1 Zwiebel gewürfelt
  • 1 Esslöffel Zucker
  • 1 säuerlicher Apfel mit Schale, entkernt und gewürfelt
  • 700 g Rotkraut, fein geschnitten oder gehobelt
  • 300 ml Rotwein ( oder ersatzweise 200 ml Portwein)
  • 1 Esslöffel Balsamico oder Rotweinessig
  • 2 Gewürznelken
  • 1 Lorbeerblatt
  • 200-400 ml Gemüse- oder Hühnerbouillon
  • Salz

Die Zwiebel und die Apfelwürfel 3-2 Minuten andünsten, dann den Zucker unterühren und noch 5 Minuten weiterdünsten. Das gehobelte Kraut und die Gewürze dazugeben und mit Wein oder Portwein ablöschen. Alles für 10 Minuten offen köcheln lassen.

Dann den Essig und die Bouillon dazugeben und mit schief aufgesetztem Deckel ca. 50 Minuten köcheln lassen und ab und zu umrühren. Das Kraut soll  nicht zu trocken werden, wenn weniger als die Hälfte in Flüssigkeit steht ein wenig Wasser nachgeben.

Wenn man mit dem Dampfkochtopf arbeitet nach Essig und Bouillon den Topf schliessen und auf Stufe 2 10 Minuten kochen. Rasch auf einer kühlen Platte oder mit dünnen Wasserstrahl im Waschbecken den Druck  reduzieren und wenn der Topf nicht mehr unter Druck steht öffnen sonst gart das Kraut weiter.

Fazit: Geschmacklich o.k. aber den Portwein finde ich fast zu dominant, und für meinen Geschmack war es fast zu weich. Aber saftig und schön dunkelrot, und der Lange war glücklich und zufrieden.

Hirschfilet mit Morchelsauce ( 30 Minuten)

  • 30 g trockene  Morcheln
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Teelöffel Butter
  • 400  g Hirschfilet in 1.5 cm dicke Tranchen geschnitten ( 1 Stunde vorher aus dem Kühlschrank genommen)
  • 1 kleine Zwiebel, feingewürfelt
  • 50 ml Portwein
  • 250 ml Rahm
  • 1/2 Teelöffel Kalbsfondkonzentrat  von Coop
  • Salz, Pfeffer
  • ein wenig Bio-Zitronenzeste oder  ca. 1/2 Teelöffel Zitronensaft
  • 1/2 Bund Schnittlauch

Den Ofen auf 80°C vorheizen und eine eine feuerfeste Form für die Filets mitheizen. Die Morcheln in heissem Wasser 5 Minuten einweichen und gut auswaschen wegen dem Sand, dann ausdrücken und in kleine Stücke hacken. Die Zwiebeln in wenig Butter glasig dünsten, die Morcheln dazugeben und mit dem Portwein aufgiessen. Köcheln lassen bis der Portwein verdampft ist und dann mit dem Halbrahm aufgiessen und mit Kalbsfond und wenig Salz und Pfeffer kurz aufkochen. Die Sauce auf die Seite stellen.

In einer Pfanne Bratbutter erhitzen und die gepfefferten Hirschfilets auf jeder Seite bei hoher Hitze (8 von 9) auf jeder Seite eine halbe Minute anbraten. In den Ofen in die vorgeheizte form legen und dort noch ziehen lassen.

Das Fett aus der Pfanne abgiessen und die Morchelsauce hineingiessen. Mit dem Schwingbesen die Bratenrückstände lösen. Mit Zitronenbeste oder Saft und wenn notwendig Salz abschmecken.

Für dein Reis 1 Tasse Carolina Parboiled Reis mit 2 Tassen Wasser aufkochen, salzen und 1 Päckchen gemahlenen Safran hinzufügen. Mit geschlossenem Deckel 20 Minuten bei kleiner Flammen (3 von 9) leicht köcheln lassen bis alles Wasser aufgezogen ist.

Zuerst Kraut und Reis auf den Teller legen um den Teller vorzuwärmen und dann das Filet dazugeben und mit Sauce bedecken. Und es war trotz dem teilweisen Rotkraut-Desaster  ein voller Erfolg, Hirsch und Sauce wurden einstimmig als sehr essbar eingestuft!

 

Auberginen mit Charmoula

Das ist ein Rezept aus dem sehr beliebten und tollen Kochbuch Jerusalem von Yotam Ottolenghi. Leider habe ich es noch immer nicht, aber weil es so beliebt ist findet man es sehr einfach auf einigen Blogs, auch deutschsprachigen. Gegessen habe ich diese Auberginen zum ersten Mal bei einer Freundin bei der ich sehr gerne eingeladen bin. Weil wir kochen dann zusammen, der jeweilige Gast ist der Hilfskoch. Und es ist immer chaotisch, viel später als erwartet fertig, zu viel und sehr, sehr gut! Die Auberginen gab es neben vielen anderen wunderbaren Essen, aber sie haben es  mir und dem Langen besonders angetan weil sie eine so schöne Mischung aus weich, saftig würzig und frisch sind. Das Joghurt und die Kräuter -oder auch Granatapfelkerne wenn man hat- dazu sind ein Muss!

Zutaten ( Vorbereitung: 10 Minuten, backen 50 Minuten)

  • 4 kleinere/mittlere Auberginen (ca. 1 kg)
  • 8 Teelöffel frische Chermoula (marokkanische Gewürzmischung siehe unten)
  • Olivenöl
  • Salz
  • je 1/2 Bund Koriander und Minze und frisches Joghurt

Die Auberginen gut waschen und mit dem grünen Blättern dran halbieren. Kreuzweise tief einschneiden ohne die Schalae zu verletzen und  je einem ordentlichen Teelöffel darauf verteilen. Einen ordentlichen Schuss Olivenöl darüber und für 50-60 Minuten in den auf 200°C vorgeheizten Backofen (Mitte, Ober/Unterhitze) geben. Die grob gehackten Kräuter und das Joghurt dazu reichen.

Da zu erwarten war dass sich die Begeisterung der Kinder in Grenzen hält – Wähhh Auberginen! Zum Glück machst du die nicht oft! hab ich dals Begleitung 4 halbierte, kurz mit Zitronensaft und Knoblauch marinierte Hendllhaxeln spendiert. Netterweise brauchen die genau gleich lang zum Braten! Und werden immer gegessen!!

Dazu gab es noch Couscous, in homöopathischer Dosis mit Minze und Koriander gewürzt um die Kinder an den Geschmack zu gewöhnen. Aber war wohl nicht homöopathisch genug, mehr als 1  Esslöffel wurde nicht gegessen. Aber dafür mehr Hendl als ihnen zustand!

Aber Wurscht, die sie haben immerhin höflich je eine Hälfte der halben Aubergine gegessen. Der Lange und ich haben sie mit Joghurt begossen, mit Kräutern überhäuft und mit Chiliöl gehübscht und zum Glück hatte ich nicht mehr gemacht wir hätten sie sonst auch noch verputzt!

Charmoula  (10 Minuten)

  • 3 Teelöffel gemahlener Kreuzkümmel
  • 3 Teelöffel gemahlener Koriander
  • 1 gehäufter Teelöffel Pimenton de la Vera oder Paprikapulver
  • 3 Knoblauchzehen, feingehackt
  • 3 Esslöffel Salzzitronenschale, feingehackt- ersatzweise  1 Esslöffel Zitronenzesten feingehackt
  • 100 ml Olivenöl
  • 1 Teelöffel Salz
  • und eigentlich auch 1-2 Peperoncini,  aber wir weiche immer noch aufs Chiliöl aus

Einfach alles mischen. Wenn man zuviel davon hat, so wie ich heute dann kann man es gut 1 Woche in einem Gläschen im Kühlschrank aufbewahren und anderweitig verwenden. Verträgt sich auch gut mit Fleisch und Fisch.

 

Lammnierstück mit Blumenkohl knusprig nach Claudia und Elly

Diesen genialen Karfiol (Blumenkohl) haben wir jetzt vor mehr als einem Jahr zum ersten Mal bei einer Freundin gegessen, die eben Claudia heisst. Und haben die Form praktisch an uns gerissen und die restlichen Krümel auch noch rausgekratzt. Ich hoffe unsere Begeisterung über das Essen hat diese Unhöflichkeit kompensiert. Der eigentliche Ursprung ist Elly’s Art , aber ich werde mich halt immer an Claudia erinnern bei diesem Rezept.

Inzwischen hat sich es sich als Standard etabliert. Wir essen ihn so zum Abendessen und mit Knoblauchjoghurt und Brot dazu, oder wie diesmal etwas gehaltvoller mit einem gebratenen Lammnierstück.  Und wenn man nicht so hungrig ist und die Lammnierstücke noch ein bisschen stehen lässt sieht es auch noch hübscher aus nach dem Anschneiden. Weil es dann eben nicht Saft verliert!

Blumenkohl (Rüsten: 510Minuten, blanchieren: 3 Minuten,  braten : 5 Minuten, im Ofen: 20 Minuten)

  • 1 kg Karfiol, geputzt in Röschen
  • 1 EL Butter
  • 1 El Olivenöl
  • 8 g Kreuzkümmel ganz (3 TL)
  • 8 g Koriandersamen ganz ( 3 TL)
  • 80  Mandeln geschält, fein gehackt
  • Schale einer Bio-Zitrone, fein gehackt (nur das Gelbe)
  • Saft einer Zitrone
  • 1-2 Chilischoten (oder eben nicht und stattdessen Chiliöl!)
  • Salz

Die Gewürze im Mörser zerquetschen, die Mandeln von Hand oder im Standmixer (kurz!!!) hacken, die Zesten von der Zitrone abreisen und dann die Zitrone auspressen.

Die Karfiolröschen 2-3 Minuten in kochendem Salzwasser blanchieren. man kann diesen Schritt auslassen und 10 Minuten Zeit im Ofen hinzufügen aber das wird nicht gleich gut. Ich habe es probiert.

Karfiol mit Butter, Öl, Mandeln und Gewürzen in einer Pfanne braten bis die Röschen Farbe annehmen. Dann mit Zitronenschale und Saft vermischen, bei Bedarf salzen und noch 20 Minuten bei Umluft 180°C im Ofen backen. Die Kinder fanden Koriander und Kreuzkümmel etwas heftig beim letzten Mal. Darum gab es für sie eine Extraportion nur mit Mandeln und Zitrone, und das hatten sie auch gern. Ich hab es auch probiert, und war wirklich auch gut und wäre sicher eine nette Beilage zu Fischfilets.

Lammnierstück mit Senf  und Kräutern, Zutaten pro Person

  •  1/2 bis 1 Lammnierstück pro Person
  • 1 Teelöffel Dijonsenf
  • 1 Teelöffel grober Senf
  • 1/2 Teelöffel grob gehackter frischer Rosmarin
  • 1/2 Teelöffel feingeriebener Knoblauch
  • Salz, Pfeffer
  • Butterschmalz oder Sonnenblumen/Rapsöl zum Braten. Für Olivenöl wird es zu heiss.

Das Fleisch 1 Stunden vor dem Braten aus dem Kühlschrank nehmen. Den Senf mit Rosmarin und Knoblauch vermischen und die Nierstücke damit bestreichen. Kurz vor dem Braten noch -wenig-salzen und pfeffern.

Bei hoher Hitze (8 von 9 Induktion) je eine Minute auf jeder Seite braten. Die Hitze auf 6 reduzieren und auf jeder Seite noch 1-2 Minuten  braten. Das Fleisch ist Medium wenn eine Fingerdruck eine kleine Delle entsteht die dann wieder weggeht und das Fleisch sich noch elastisch aber nicht ganz weich = roh  mehr anfühlt. Das Fleisch vor dem Anschneiden noch 10 Minuten ruhen lassen, dann läuft der Fleischsaft nicht aus.

Zucchiniquiche

Ich war in der Badi Enge schwimmen und hab eine sehr nette, nach Pilze schmeckende, leicht pikante Zucchiniquiche gegessen. Das war der erste Versuch sie nachzukochen. Fotos von der aufgeschnitten Quich gibt es leider nicht, weil wir waren sehr konzentriert damit beschäftigterstklassigen!  italienischen Spumante Alta Langa Brut (2013) , Crémant d’alsace (AC Prestige
Domaine Gruss) und Champagner (Louis Roederer Brut Premier) mit unseren netten Nachbarn blindzuverkosten.

Zutaten (4 Personen, 20 Minuten Arbeit, 1h insgesamt)

  • 300 ml Rahm
  • 20 g getrocknete Steinpilze
  • 500 g Wähenteig (oder weil ich heute faul bin 500 g Kuchenteig im Block von der Migros )
  • 3 Eier
  • 1 Messerspitze Paprikapulver oder Pimenton de la Vera
  • Salz
  • 800 g Zucchini, in 2-3 mm dicke Scheiben
  • 2-3 Zweige frischen Thymian

Rahm und Steinpilze aufkochen und stehen lassen. Den Teig auf einem Backpapier passend für ein rechteckiges Blech 33×30 cm2 auswallen, also so 3-5 cm länger und  breiter (zufälligerweise die Grösse vom Blech von meinem Kombisteamer).

Den Teig mit Papier in das Blech legen. Es sollte ein 3 cm Teigrand vorhanden sein. Wirklich NUR dann 10 Minuten bei 200°C Ober/Unterhitze oder 180°C Umluft Blindbacken wenn man SEHR viel Erbsen oder Keramikkugeln hat. Sonst holt man wie ich den Teig mir ziemlicher Hast wieder aus dem Ofen wenn man sieht wie der Teigrand in sich zusammenfällt.

Also lieber gleich die Zucchini schön dachziegelartig einlegen und mit Thymianblättchen bestreuen. Die Steinpilze feinhacken, mit Rahm , Eiern, Paprikapulver  und ordentlich Salz  – die Zucchini absorbieren einiges- zu einem Guss verquirlen und über die Zucchini lehren. Ich habe im Kombisteamer bei Umluft und 200°C 40 Minuten gebacken. Die Zucchini sollen hübsch braun sein. Bei Ober/Unterhitze wären es dann 220°C.  Die Quiche schmeckt wie so vieles besser lauwarm, aber auch bei Zimmertemperatur ist sie sehr gut.

Fazit: eine nette Quiche, passt super zu Champagner/ Crémant oder erstklassigem Spumante. Aber um an die geniale Quiche aus der Badi Enge ranzukommen braucht es doppelt so viel Gruss, deutlich mehr Steinpilze und mutigeren Paprikaeinsatz!! Auf ein nächstes Mal also :-).

 

Spargelsalat mit Schnittlauch und kleinen Tomaten

Das war jetzt eine sehr rezeptfreie Zeit. Das lag aber nicht an weniger Kochen, aber an zu wenig Zeit zum Veröffentlichen. Daher ist dieses Spargelrezept -von vor 2 Wochen- nicht gerade just-in-time, aber nächstes Jahr brauche ich das Rezept sicher wieder!

Wegen einem Grillfest und der Abwesenheit vom Langem habe ich die doppelte Menge gemacht damit er am nächsten Tag auch etwas davon hat. Aber allzu lange sollte man den Salat nicht lagern.

Zutaten ( 8 Personen, 1 Stunde)

  • 2 kg weisse Spargel
  • 400 g Dateri oder Cherry Tomaten
  • 50 g Mayonnaise
  • 80 g Halbrahm
  • 40 g Essig (Weisswein, weisser Balsamico)
  • 40 g Olivenöl
  • 6 g Salz
  • 1 g Currypulver
  • 1-2 Bund Schnittlauch (man kann auch mit Basilkum und glatter Petersilie mischen)

Den Spargel schälen und in 3-4 cm lange Stücke schneiden. In Salzwasser mit 2 Esslöffel Zucker sehr, sehr knackig kochen.  Diesen 1 cm dicken Spargel habe ich 6 Minuten gekocht und das war schon etwas zuviel! Das nächste Mal versuche ich es mit 4 Minuten.

Die kleinen Tomaten vierteln und den Schnittlauch in Röllchen schneiden. Aus den restlichen Zutaten eine  Salatsauce mischen. Den gekochten Spargel leicht abkühlen und mit Schnittlauch und der Sauce gut vermischen. Die Tomaten erst kurz vor dem Transport und Essen unrermischen. Fertig.

Das ist ein schön leichter Salat und eine gutes Spargelrezept wenn es zu heiss ist für Butter und Hollandaise.

Saiblingsfilet mit Riso Venere, Kohlrabigemüse und Bärlauchschaumsauce

Wer findet dass in letzter Zeit viel Saiblingsfilet gibt hat recht. Aber die Filets vom Markt frisch aus den Schweizer Seen sind halt mal so, dass sie fast alles aus den Meeren an Frische leicht überbieten. Bestätigt von einer Freundin aus dem hohen Norden die fischbegeistert und sehr kritisch ist. Aber mit verschiedenen Beilagen wird es doch immer anders. Den Riso Venere- ich geb es zu- mag ich zu einem grossen Teil wegen seiner tollen dunkelrot-schwarzen Farbe. Und seiner Unkompliziertheit wegen: ablöschen-einreduzieren-Bouillon dazu, Deckel drauf und wird einfach :-). Aber er hat auch einen hübsch nussigen Geschmack und passt gut zu gebratenem Fisch. Und mit ein wenig Milch -oder auch Risottoreis dazu wird er noch cremiger.

Riso Venere (Beilage für 4 Personen, 45 Minuten, 15 Minuten Arbeitszeit)

  • 1 Esslöffel Olivenöl oder Fett von silbergemachter Hühnerbouillon
  • 1 kleinere Zwiebel, feingehackt
  • 250 g Riso Venere
  • 50 g Milch- oder Risottoreis
  • 100 ml NoillyPrat oder trockener Sherry
  • 500 ml Hühnerbouillon

Die Zwiebelwürfel im Olivenöl weich dünsten. Allen Reis unterrühren und kurz anschwitzen lassen. Mit dem Noilly Prat ablöschen und verkochen lassen. Mit der Bouillon aufgiessen und mit Deckel auf dem Topf 30 Minuten köcheln lassen bis die Flüssigkeit fast weg ist. Es ist eine nette Beilage die einem nicht übel nimmt wenn sie ein bisschen rumsteht. Wer es cremiger mag kann am Schluss vor dem Servieren noch Bouillon unterrühren.

Kohlrabigemüse (Beilage für 4 Personen, 10 rüsten, 10 Minuten kochen)

  • 700  g Kohlrabi geschält, in kurze Stifte geschnitten
  • 50 ml Wasser (ca.)
  • 1/2 Teelöffel Salz
  • 50 ml Halbrahm
  • 1 Bund Schnittlauch, feingeschnitten

Das ist eine so unspektakuläre Beilage, einfach zuzubereiten aber so nett und alle haben sie gern bei uns. Und im Moment haben wir super Schnittlauchvorräte aus dem Schülergarten. Und der Kohlrabi ist auch keine Primadonna die sich sofort gehen lässt wenn sie warten muss.

Kohlrabi schälen und in ca.  0.5 cm dicke Stifte schneiden. In den Topf geben und grad so viel Wasser hinzufügen dass der Boden knapp bedeckt ist. Mit dem Salz bestreuen und aufkochen. Dann sofort den Deckel auflegen und die Hitze reduzieren ( 4 von 9 Induktion) so dass es klar köchelt  aber nicht wie verrückt kocht. Nach 10 Minuten ausschalten und den Deckel abnehmen. Kurz vor dem Essen den Halbrahm unterühren und ohne Deckel aufkochen bis fast alle Flüssigkeit weg ist. Bei Bedarf kann man noch nachsalzen. Den Schnittlauch gibt man direkt vor dem Servieren dazu.

Sailbingsfilet gebraten ( 15 Minuten) 

  • 400  g Saiblingsfilet mit Haut
  • Salz
  • Chnöpflimehl
  • 2 Esslöffel Bratbutter

Die Anleitung für den Saibling gibt es im Detail hier. Ich bin jedesmal hin und weg wie verlässlich das klappt!

Bärlauchschaumsauce ( für 4 Personen, 10 Minuten)

  • 150 ml Fischfond (ich hatte noch gefroren vom letzten Mal. Der von Coop Fine Food in der Flasche tut es aber auch hervorragend)
  • 100 ml Halbrahm (oder Vollrahm, dann ohne Xhantan)
  • 0.5 g Xhantanpulver
  • 1 Messerspitze Salz
  • 1/4 schwacher Teelöffel Bärlauchpesto

Alles zusammen bis auf den Bärlauch aufkochen und 5 Minuten köcheln lassen. Ohne Xhantan einfach den Halbrahm durch Vollrahm ersetzen. Kurz vor dem Essen den Bärlauch- und weniger ist hier mehr!- dazu geben und mit einem Saucenschwingbesen oder so einem sonst sinnlosen Handmilchschäumer gut aufschäumen. Wer hier etwas erwartet wie einen stabilen Cappuccinoschaum wird enttäuscht werden. Aber etwas luftiger wird es schon.

Und geschmacklich hat es super zusammengepasst, bin ganz glücklich und sehr satt.

Penne mit Pesto und grünen Bohnen

Natürlich ist das Orginal mit Trofie oder Bandnudeln und mit Kartoffeln. Aber man muss ja nicht christlicher sein als der Papst. Und es ist ein Blitzessen für dessen Gemüsegehalt man schon fast erwartet eine Goldmedaille für „bewusstes Kochen für Kinder zu erhalten“. Und abgesehen von der moralischen Genugtuung so hervorragend für seine Kinder zu sorgen schmeckt es einfach gut. Allen! Und das Pesto von Almavita ist gar nicht schlecht und zum Glück des Langen käsefrei.

Zutaten ( für 3 Erwachsene oder 2 Kinder und 2 Erwachsene, <20 Minuten)

  • 500-700 g Bohnen (diesmal sogar frische! Gefrorene tun es auch)
  • 350 g Penne
  • 60 g Basilikum oder Bärlauch-Pesto
  • wenn vorhanden : gehackte Baum/Walnüsse oder Pignoli

Die Bohnen im Steamer oder in Salzwasser 7-8 Minuten kochen bis sie noch bisschen quitschig sind und mit Pesto und Nüssen vermischen. Penne in Salzwasser 10-12 Minuten kochen, alles vermischen und Essen!! Ein bisschen Parmesan darauf tut auch nicht weh. Und wenn man ganz besonders in Zeitdruck ist: Penne 3 Minuten kochen, Bohnen dazu und wenn Wasser wieder kocht alles noch 7 Minuten kochen und gemeinsam absieben. Man muss es ja nicht jedem Italiener erzählen denn man kennt. Mit frischen Bohnen geht es natürlich länger, aber nachdem diesmal die Kinder auch geholfen haben- langsam wird mir das unheimlich- ging es fast so schnell.

 

Minestrone mit Blätterteigstangen

Diese Minestrone kochen der Lange und ich mit ein paar Variationen schon seit über 15 Jahren. Als fixer Wert sind Zucchini drin ( wobei mir nie so klar ist wieso eigentlich), Lauch, Karotten und ganz wichtig ein Beutel Safran. Alles Gemüse wird in ungefähr gleich grosse Würfel geschnitten. Man sollte aber die schönen violetten Karotten NIE nehmen, pinkfarbene Minestrone sieht wirklich ungangenehm aus.

Zutaten (für 4 Personen, 20 Minuten vorbereiten, 20 Minuten köcheln)

  • 2 Esslöffel Oliven- oder Rapsöl
  • 2 Zucchini
  • 3-5 Karotten
  • 1 Stück Knollensellerie (ersatzweise Stangensellerie, oder auch keiner von beiden
  • 1 zerquetschte Knoblauchzehe (in letzter Zeit aber nicht)
  • 1 Zwiebel
  • 1 Stange Lauch, mit grünem Teil -ausser dem ganz zähen dunkelsten Teil
  • 1.5 Liter Wasser
  • 150 g Ditali Lisce (rigatoni habe ich liebe, finde ich aber seit Jahren nicht mehr). Oder stattdessen 2-3 Kartoffeln ebenfalls in Würfeln
  • Optional 1 kleine Dose Kichererbsen  oder weisse kleine Bohnen oder 150  g gefrorene (oder auch frische) grünenErbsen
  • Wenn da: 1 Handvoll gehackte  glatte Petersilie

Wir haben oft auch Fenchel dazu getan, oder wie diesmal einen kleinen Rest Wirz on dünnen Streifen. Auch Spinat, frisch ist nett, oder im Winter ein paar Kürbiswürfel.

Zucchini und die Würzelgemüse 10 Minuten im Öl anbraten. Dann die restlichen Gemüse und den Knoblauch dazugeben, aufgiessen und mit geschlossenem Deckel 10 Minuten köcheln lassen. Safran hinzugeben  und salzen. Nudeln und / oder Kartoffeln und die restlichen Zutaten bis auf die Petersilie dazugeben und noch am 10  Minuten köcheln. Den Spinat falls er da ist erst am Schluss mit Petersilie untermischen . Die Suppe  20 Minuten rumstehen lassen bis zum Essen, sie ist dann nicht mehr so heiss und der Geschmack hat sich besser verteil.

Meist gibt es einfach eine Scheibe Brot dazu, aber heute habe ich Blätterteigstangen dazu gemacht mit dem Kräutersalz, ein Geschenk von Kind 1 (Salz, Thymian, Basilikum, Oregano)

  • 250 g Blätterteig, als Block
  • 1 Ei
  • 1-2 Teelöffel Kräutersalz

Den Ofen auf 210°C Ober/Unterhitze vorheizen. Den Blätterteig dünn ausrollen, mit dem Gewürzsalz bestreuen und in 10  cm lange und ca. 1cm breite Streifen schneiden. Die Streifen so  4 -5 verzwirbeln und in der Ofenmitte 10 Minuten backen.

Ist immer gut im Winter und lauwarm im Sommer, einfach und schnell vorzubereiten , ein sicherer Wert, und schmeckt am nächsten Tag genauso gut :-).

 

Sailbingsfilet gebraten mit Safransauce und Bodenrüben

Das war optisch so ein hübsches Essen, alles in  Gelb-Orange Schattierungen von den fast orangen Rüben über die gelbe Sauce bis zum blassgelben Reis, dazu das orangerote Sailbingsfleisch.  Man könnte fast denken es wäre geplant gewesen :-). Aber die Bodenrüben hatten tapfer 3 Wochen am Balkon ausgeharrt und waren noch geniessbar! Und wir wollten noch mal Felchenfilets essen, aber es gab nur ganze Saiblinge  weil wir doch recht spät am Markt waren. Also hat die freundlich Dame vom Fischstand  sie für uns filetiert und ich habe denn Köpfe und Gräten für die Sauce mit genommen. Alles in allem eine Kombi die ich mir so  nie ausgedacht hätte aber die echt nett rüberkam. Und es ist so schön die Kinder den frischen Fisch mit Vergnügen verschlingen zu sehen.

Bodenrüben

  • 2 Bodenrüben (700 g) = Kohlrüben
  • 100 ml Hühner-oder Gemüsesuppe (=Bouillon)
  • Salz
  • 1 kleines Stückchen Butter
  • Pfeffer, schwarz für die Erwachsenen

Die Bodenrüben schälen und würfeln. In einem mittleren Topf die Suppe aufkochen, die Bodenrüben dazu und mit geschlossenem Deckel 20 Minuten dünsten lassen. Nach Geschmack salzen und die Butter unter die Kochflüssigkeit rühren. Schnell und unkompliziert zu kochen. Die Rüben sind auch nicht beleidigt wenn sie ein bisschen rumstehen müssen bis zum Essen.

Süsswasserfisch-Fond

  • Kopf und Gräten von 2 Saiblingen (oder Forellen)
  • 20 g Butter
  • 20 g Lauch (vom grünen, oberen Teil)
  • 1 Karotte in dünnen Scheiben
  • 100 ml Weisswein ( das war ein sehr netter Riesling-Sylvaner. Wir wissen nicht mehr wer ihn uns geschenkt hat. Aber so wir er geschmeckt hat wüsste wir es gerne noch)
  • 1 Beutel Fencheltee (eigentlich 2-3 zerquetschte Fenchelsamen, aber ich hatte keine)
  • 1 Lorbeerblatt
  • 400 ml Wasser

Fischabschnitte in einem Sieb mit kochend heissem Wasser übergiessen. Karotten und Lauch in der Butter andünsten und mit dem Weisswein ablöschen. Dann die restlichen Zutaten und die überbrühten Fischabschnitte dazu geben und 20 Minuten leise köcheln lassen. Absieben und 125 ml für die Sauce beseite nehmen. Den Rest habe ich in 2 Portionen  eingefroren.

Fischsauce

  • 125 ml Süsswasserfischfond
  • 1/2 Beutel geriebener Safran
  • Wenig Salz
  • 50 ml Rahm
  • 0.5 g Xhantan (oder ersatzweise 50 ml Rahm mehr und einkochen lassen
  • 5 g Butter

Alle Flüssigkeiten mischen, Xhantan und Safranpulver unterrühren. Kurz aufkochen, mit Salz abschmecken und warm halten. Kurz vor dem Servieren die kalte Butter unterrühren.

Der Fisch ist so zubereitet wie die Felchenfilets letzthin, funktioniert eingentlich immer gut so. Dazu gab es Parboiledreis klassisch zubereitet mit einer nelkengespickten Zwiebel. Und den restlichen Riesling-Sylvaner zu trinken.