Archiv der Kategorie: Obst

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Sommer-Birchermüesli

Für Nicht-Schweizer: Müsli=Mäuschen, zumindest bei den Helvetiern!!!

Bei uns ist es DAS  Sommermittagessen bei höheren Temperaturen und kleinem Appetit nach spätem Frühstück. Und es hat soviel Obst drin dass mal endlich ein Preis für bewusstes Kochen mit saisonalen Produkten drin sein müsst !!! Der Lange und ich warten ja seit Jahren auf diese längst fällige Auszeichnung.

Aber da das Müesli unsere Hauptkriterien für Essen erfüllt:

  • Wir haben es sehr gern
  • Zumindest 1 Kind findet es akzeptabel

machen wir es auch so.

Zutaten ( 2 Erwachsene und 2 Kinder, 15 Minuten. Achtung: das ist wirklich eine kleine Portion für ein leichtes Mittagessen!)

  • 5 Esslöffel feine!! Haferflocken
  • 500 g Naturjoghurt
  • 1 schwache Handvoll Rosinen
  • 1-2 Esslöffel Sonnenblumenkerne
  • 1-2 Äpfel (säuerlich)
  • 1 Banane
  • 200  g Erdbeeren
  • 2 Marillen (Aprikosen)

Bis und zu den Rosinen sind alle Zutaten verpflichtend, der Rest hängt von der Verfügbarkeit ab. Mit Erdbeeren ist es aber auch besonders gut! Himbeeren tun auch nicht weh, aber die kommen später.

Joghurt, Rosinen, Sonnenblumenkerne und Haferflocken mischen. Die Apfel mit Schale mit einer feinen Raffel hineinreiten. Das restliche Obst klein würfeln und  alles mischen. Das Müsli kann sofort gegessen werden, aber auch ein paar Stunden im Kühlschrank schaden ihm keineswegs.

Bei den Haferflocken bin ich halt ein Weichei und nehme nur die von Lidl und Aldi (importiert aus Deutschland) oder die Flöckchen die meine Mutter manchmal mitbringt. Die von Migros und Coop sind mir einfach zu grob dazu. Aber ist Geschmackssache.

Ribiselgelée (Trübeli, rote Johannisbeeren)

Es ist zwar nicht gerade die Jahreszeit für Ribiselgelée, aber ich habe vor den Herbstferien von letzten Ribiseln 2 kg geholt und entsaftet und aus Zeitmangel eingefroren. Und jetzt aus akutem Geléemangel  heraus endlich das Gelée gekocht. Orientiert habe ich mich wie öfter schon an der Saison Küche. Aber weil ich lieber mit Geliermittel und Zucker getrennt arbeite (weil ich sonst immer die Konservierungsstoffe im Kleingedruckten übersehe) habe ich noch ein bisschen rumprobieren müssen. Zur Warnung: so wird das Gelée recht sauer. Wer es süsser mag soll noch 200g Zucker mehr verwenden

Saft

  • 2 kg gewaschene und gerebelte Ribisel
  • 330 ml Wasser
  • 200 g Zucker

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Marillenblechkuchen

Das war der Zweitkuchen vom Geburtstagsfest von Kind 1. Kuchen 1 ist die Erdbeertorte, die explizit gewünscht wurde und dann vollkommen ignoriert :D. Er ist einfach, aber gebackene Marillen sind einfach so genial gut. Und damit ist es dieser Kuchen auch, besonders wenn er noch lauwarm ist. Er ist auch nicht wirklich dafür gedacht länger als einen halben Tag zu existieren. Hat er bis jetzt bei uns aber auch nur sehr selten geschafft :-)-

Das Blech dünn mit Butter ausstreichen, ca. 1 EL Semmelbröseln (Paniermehl, vom Bäcker!!! Oder Mehl)  und hin- und herschwenken bis die Butter überall Bröseln kleben hat. Lose Bröseln herauschütteln, wenn es noch nackte Stellen hat Bröseln nachgeben.

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Quitten

Das ganze ist ein ziemlicher Kompromiss, denn der Lange liebt Quittengelee und Kind 1 hat es auch gern. Kind 2 und ich ( zu Käse!!) mögen Quittenbrot. Das beste Quittenrot das ich kenne ist von einer Kollegin die die ganzen Früchte im Ofen weich bäckt  (170° Ober- und Unterhitze, ca 1.h) und dann weiter verarbeitet. Das ist das fruchtigste Quittenbrot das ich je gegessen habe.  Aber dann gibt es kein Gelee. Also ist das Brot bei mir halt nicht so gut weil die Früchte ausgekocht sind, dafür gibt es noch grad Gelee.

  • 2 kg Quitten, gewaschen und gebürstet
  • Saft von 1 Zitrone

Die Quitten mit Haut in Stücke schneiden, die Kerngehäuse ausschneiden aber behalten. Die Quittenstücke, Kerngehäuse und Zitronensaft in den Dampfkochtopf geben und mit Wasser auffüllen bis alles knapp bedeckt ist. 30  min auf dem 2 Ring kochen (1.2 Bar Kuhn Rikon) und über Nacht an einem kühlen Ort (Balkon) abkühlen lassen. Die Flüssigkeit absieben und das Fruchtfleisch mit dem Passe-Vite pürieren. Ohne Passe-Vite ist es mühsamer, dann muss man die Kerngehäuse und die Haut rausklauben. Das ergibt bei mir 1.2 l Quittensaft und 1.2 kg Quittenpüree

Quittengelee

  • 1.2 l Quittensaft  (2.1 l Quittensaft)
  • 500 g brauner Zucker (700 g Zucker
  • 50 g Pektin (Confi-Vite von Coop)   (100+40 g Pektin)
  • 1/2 TL Yuzusaft (Saft einer 1/2 Bio-Orange)

Den Saft mit dem Pektin mischen und 2 Minuten sprudelnd kochen. Dann den Zucker hinzufügen und heute noch mal 12 Minuten sprudelnd kochen. Den Yuzusaft dazu geben. Das ist vielleicht zu lang, aber ich habe noch ein Trauma vom letzten Jahr, wo ich eine Art Quittendicksaft produziert habe. Kochenend heiss (nach ca. 10 Gelierproben) in die heiss ausgespülten Gläser geben und gut zuschrauben. Ergebnis: immer noch an der Kante was Stabilität betrifft. Beim nächsten Mal also 60 g (1.5 Packungen) Confi-Vite.

Nachtrag 23.11.16

2.1 l Quittensaft aus 5 grossen Quitten mit Werten in Klammern oben ergab mit 100 g Pektin ein sehr aromatisches aber halb-flüssiges Quittengelee. Ich gege es zu, ich bin ein bisschen ungeduldig geworden und habe beim 2. Aufkochen dann noch mal 40 g (eine Packung Confi-Vite) dazugegeben und nochmal 6 Minuten gekocht.

 

Quittenmarmelade  und Quittenbrot.

  • 1.2 kg Quittenmus
  • 600 g brauner Zucker
  • 30 g Pektin.

Beim Quittenbrot gab es Kompromiss Nummer 2, weil 1 kg Quittenmus gibt verdammt viel Brot. Also wurde es ausnahmsweise mit Pektin und Zucker gekocht, sonst nur mit Zucker. Gut Aufpassen beim Kochen und Rühren, das Zeug spritzt und klebt schön auf der Haut, also ideal für Verbrennungen. Ich trage Küchenhandschuhe dabei.  Nach 5 Minuten Kochen wurden  2 Gläser Marmelade abgefüllt, die restliche Masse weitergekocht bis die Rührspur vom Kochlöffel schön für eine Weile stehen blieb. Dann habe ich die Masse 5 mm dick auf mit Frischhaltefolie ausgelegtes Tablett gelegt und getrocknet. Das geht schon eine Weile, ca. 3 Tage- Dann in Stücke schneiden und essen. Oder schön ausstechen und in Kristallzucker wälzen.