Archiv der Kategorie: Vegetarisch

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Baunzen – alias gerettete Gnocchi

Das sollten eigentlich Gnocchi werden, aber ich war etwas übermütig mit der Mehlmenge und meinte dass würde mit 200 g Mehl schon gehen so gut wie sich der Teig anfühlt, aber na ja: die erste Charge Gnocchi hat sich dann im Salzwasser in so eine Art Kartoffelschwamm verwandelt und war nicht wirklich essbar. Zum Glück ist mir ein Essen aus Kindertagen einefallen nämlich Baunzen: gebratene Kartoffelteigstückchen, eigentlich dicker als Gnocchi ( weil Baunze ist was Kurzes, Dickes) aber wer weiss das schon hier 😉.

Kartoffelteig für Baunzen ( 4 Portionen, 45 Minuten)

  • 1.2 kg mehlige Kartoffeln
  • 200  g Knöepflimehl (Semola, Hartweizendunst) (für Gnocchi doch 300 g!)
  • 1 Ei
  • Butterschmalz zum Braten
  • Salz zum Bestreuen

Die Kartoffeln in der Schale kochen und heiss schälen. Noch warm durch die Kartoffelpresse drücken und mit dem Mehl bestauben. Das Ei darüber schlagen und mit einer Teigware oder Holzkelle vermischen und rasch zu einem Teig zusammenfügen. Nur am Schluss  wenig mit der Hand Kneten, langes Kneten haben  Kartoffelteige nicht gern.

Dann mit wenig Mehl 1 cm Rollen ( 2 cm wären besser für Baunzen!) formen  und in 2 cm lange Stücke schneiden.

in 2-3 Portionen in Bratbutter goldbraun braten und mit Apfelmuss oder Sauerkraut und Salat servieren. Das ist aber auch eine hübsche Beilage zu kurzgebratenem Fisch oder Fleisch.

Und die Kinder fanden es ein tolles Essen und ich auch.

 

 

Frühstücksbrötchen

Das Rezept basiert auf Patriks Schraubenbrotrezept und ist entstanden weil ich zu spät mit dem Walliserbrot angefangen habe und das erst morgen Abend fertig wird. Was doch bisserl spät ist für Frühstück! Und warme Brötchen zum Frühstück sind einfach genial.

Vorteig (5 Minuten Arbeit, 8-12 h Ruhezeit bei Raumtemperatur)

  • 75 g Sauerteig (Weizenmehl,TA200)
  • 150  g Dinkelmehl weiss
  • 100  g Weissmehl
  • 250 g Wasser
  • 1g Germ (Hefe)

Die Zutaten 2-3 Minuten  mit dem Knethaken auf Stufe 1 verrühren und mit Mehl bestreuen. Danach 8h Stunde Ruhezeit -12 h wäre besser aber ich will ins Bett- kommt der Hauptteig dran. Und er sieht auch schon  blasig genug aus.

Hauptteig ( 10 Minuten Arbeit, 8h im Kühlschrank)

  • 376 g Vorteig
  • 100  g dunkles Roggenmehl
  • 370 g Bauernmehl (Halbweissmehl mit 10% Roggen)
  • 2.6 g Hefe
  • 14 g Salz
  • 320 g Wasser

Alles zusammen 5 Minuten auf Stufe 1, und 3 Minuten auf Stufe 2-3 kneten bis sich der Teig fast von der Schüssel löst. (Kenwood). Das gibt einen ziemlich klebrigen Teig. Den Teig mit einer Teigkarte in eine geölte Schüssel geben. Den Teig grosszügig bemehlen und mit einem sehr feuchten Tuch abdecken. Darüber noch einen Teller oder eine Folie legen und für 8 Stunden auf den Balkon oder in den Kühlschrank geben. Der Teig war ein wenig zuviel gegangen -Delle in der Mitte- aber 8 Stunden im Bett müssen sein.

Den Ofen habe ich vorprogrammiert auf 230°C aufheizen eine Stunde  vor Aufstehen, mit Stahlplatte im unteren Drittel. 

Brötchen backen ( 10 Minuten Arbeit, 35 Minuten backen)

  • Teig
  • Semola (Chnöpflimehl, Hartweizendunst) zum Arbeiten

Den Steamer auf 100°C /100% Luftfeuchtigkeit aufheizen. Die Arbeitsfläche grosszügig mit Semola bestreuen  und den Teig mit Hilfe der Teigkarte drauf kippen und ebenfalls bestreuen.

Aus einer Teighälfte mit der Metallteigkarte 8 Teilstücke abstechen und auf das mit Backpapier belegte Steamerblech legen. sie dürfen gern grösser und kleiner sein, quadratisch und dreieckig. Dann kann sich jeder seine Grösse und Form aussuchen.

In den Steamer schieben und dann im Backmodus einstellen auf

  • 10 Minuten 210°C/ 30% Luftfeuchtigkeit
  • 25 Minuten 190°C /30% Luftfeuchtigkeit

Während dem Hochheizen gehen die Brötchen noch super auf. die Kruste wird durch den starken Dame am Anfang leicht glänzend und besonders zart knusprig.

Die andere Teighälfte zu einem Schraubenbrot verdrehen und in den vorgeheizten Backofen einschieben. Mit einem Wasserzerstäuber ordentlich Dampf machen.

  • 10 Minuten mit Dampf auf 230°C
  • Tür öffnen und Dampf ablassen
  • 25 Minuten bei 210°C Backen.

Das gibt mittelporiges, sehr saftige und aromatische Brötchen. Schmeckt göttlich mit schmelzender Butter und wenig Salz! Und das Schraubenbrot bleibt bis am Montag morgen knusprig.

Zwetschenkompott – Nusscrumble – Gewürz Mascarpone

Das ist  eines meiner Lieblingswinterdesserts, und auch eines dass sich sehr gut für grosse Essen eignet. Es ist  unproblematisch zu skalieren  und perfekt zum Vorbereiten. Das Rezept ergibt

  • 16 Minidesserts in 65 ml  Weckgläsern
  • 8 angenehme Dessertportionen in 125 ml Weckgläsern
  • oder 4 Riesendesserts, nur nach einer Suppe zu empfehlen.

Das Kompott kann 1 Woche im voraus, der Crumble 2-3 Tage vorher zubereitet werden.

Kompott: ( Vorbereiten: 15 Minuten, köcheln: 15-20 Minuten)

  • 1 kg Zwetschgen, entkernt und geviertelt
  • 200 g Zucker
  • 150 ml Wasser
  • 1 Zimtstange -5 cm
  • 3 Gewürznelken

Alles 15-20 Minuten köcheln lassen. Die Zimtstange und die Nelken herausnehmen und das Kompott bis zur Verwendung kühl stellen.

Nusscrumble: Vorbereiten: 10 Minuten, backen: 15-20 Minuten

  • 80 Ruchmehl
  • 60 Haselnüsse ganz mit Schale, im Cutter kurz grob gehackt (oder Walnüsse =Baumnüsse)
  •  60 g brauner Zucker (weiss geht auch)
  • 1 Prise Salz
  • 50 g Butter

Die trockenen Zutaten vermischen, die eiskalte Butter  in Stückchen dazugeben. Mit kühlen Händen rasch verbröseln oder mit dem K-Haken in der Küchenmaschine auf Stufe 1 kurz anrühren und dann auf Stufe 4 2 Minuten zerbröseln. Die Masse gleichmässig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Bleck geben und in der Ofenmitte bei 180°C Ober/Unerhitze 15-20 Minuten hellbraun backen. 1 Kontrollblick lohnt sich nach 15 Minuten, denn wenn der Crumble zu dunkel wird schmeckt er unangenehm bitter. Aberkühlen lassen und bis zur Verwendung luftdicht abgeschlossen lagern.

Gewürzmascarpone:

  • 1 Sternanis, Samen ausgelöst
  • 4 Kapseln Koriander, Schalen entfernen
  • 150  g Mascarpone
  • 150 Joghurt
  • 200 g vollrahm
  • 1 Esslöffel Zucker
  • 1 Packung Vanillezucker

Die Gewürze im Mörser fein verreiben. Alles mischen und in der Küchenmaschine oder mit dem Handmixer so lange aufschlagen bis Spitzen stabil stehen bleiben oder eine mit dem Kochlöffel gezogene Spur.

Man kann das Dessert gut 1 Stunde vorher anrichten, aber der Crumble weicht mit der Zeit auf. 2 Stunden sind zuviel.

65 ml Gläser (wie abgebildet): 2/3 hoch mit Kompott füllen, 1 cm Crumble und darauf hübsch wolkig über den Glasrand aufgehäuft der Mascarpone. Diesmal habe ich es mit halben Walnüssen garniert, aber auch ein hauch Zimt sieht hübsch aus

125 ml Gläser-gleicher Durchmesser: hier kann man mit 2 Schichten arbeiten, aber die erste Schicht Mascarpone nicht zu dick machen, damit oben noch genug für die Wolke Platz hat.

 

Karotten-Linsensuppe mit Ingwer und Kreuzkümmel

Das ist sehr einfache, schnelle und wärmende Wintersuppe. Und zu meiner grossen Überraschung findet auch Kind1 jetzt Kreuzkümmel super!

Zutaten ( 10 Minuten Vorbereitung, 20 Minuten kochen, 4 Portionen)

  • 1 Esslöffel Rapsöl
  • 350  g Karotten, geschält und in Scheiben
  • 1 kleine Pastinake (weil sie da war und wegmusste), sowie die Karotten
  • 70 g roten Linsen
  • 2 cm Ingwer, geschält, in dünne Streifen geschnitten
  • 1 Teelöffel Kreuzkümmel, ganz
  • 600 ml Wasser
  • Salz
  • 50 ml Kokosmilch oder Rahm

Karotten und Pastinake kurz im Öl andünsten, alle Zutaten bis und mit Wasser zugeben. aufkochen und dann 20 Minuten zugedeckt köcheln lassen. Mit Kokosmilch cremig mixen und mit Salz abschmecken. Mit einer dicken Scheibe Brot ein schnelles und warmes Winteressen!  Aber definitiv nur für Kreuzkümmelfans.

Tomatenrisotto Winter

Das ist ein Versuch die Anzahl der getrockneten, gesalzenen Tomaten vom Sommerurlaub 2015 in meinem Schrank zu reduzieren. Ich bin schwer beeindruckt von der Konservierungsmethode, weil sie zeigen nicht die geringste Neigung zum Verderben. Sie werden einfach immer salziger und trockener.

Zutaten ( 4 Personen, Vorbereiten 10 Minuten, Kochen 20 Minuten)

  • 4-5 getrocknete Tomaten – wenn es hat in Öl eingelegte
  • Olivenöl
  • 1-2 Zwiebeln feingehackt
  • 300 g Risottoreis
  • 1 gehäufter Esslöffel Tomatenpüree 3x konzentriert
  • Gemüsebouillon
  • 1 Esslöffel geriebenen Parmesan und 1 Stückchen Butter

Die trockenen Tomaten in heissem Wasser für 10 Minuten einweichen und dann klein hacken. In Ö l eingelegte können direkt verwendet werden.

Die Zwiebeln im Olivenöl glasig dünsten und dann das Tomatenpüree unterrühren und noch weitere 2-3 Minuten schmoren lassen. Dann den Reis und die Tomatenstückchen unterrühren und mit der Gemüsebouillon den Risotto kochen. Er soll eher auf der flüssigen Seite bleiben. Am Schluss noch den Parmesan und die Butter untermischen und kurz ziehen lassen.

Für dieses Mal war es eine Hauptspeise, als Beilage gab es Brokkoli mit Knoblauch. Fazit: die getrocknete Tomaten sind nicht ganz optimal, aber das Risotto war mehr als essbar. Das nächste Mal werde ich es aber lieber mit in Öl eingelegten Tomaten versuchen und meine Altlasten weiterhin als Kaugummiersatz beim Kochen verwenden.

 

Zwiebelsuppe mit Käsetoast

Es wird wieder kalt genug für Suppe, zumindest theoretisch. Aber auch bei 15°C sollte ein Suppenmittagessen willkommen sein. Da ich noch nie Zwiebelsuppe für die Kinder gemacht habe gibt es als Risikominimierung Schinkenkäsetoast dazu – der sehr gerne gegessen wird aber den es nicht oft gibt ;-). Und einen rohen, geschnetzelten Kohlrabi dazu.  Und für mich gibt es als Einlage einen mit Käse überbackenen Toast mit Senf-Butter unter dem Schmelzkäse!

Zwiebelsuppe ( 35 Minuten aktive plus 20 Minuten passive Kochzeit, für 4 Personen als Vorspeise)

  • 700 g Zwiebeln ( ca 600 g geschält und geschnitten)
  • 50 g Butter
  • 1 Esslöffel Weissmehl
  • 100 ml Weisswein
  • 1.2 Liter Bouillon
  • 1 Esslöffel Weissmehl
  • 1/4 Teelöffel getrockneter Thymian
  • Salz, frisch gemahlenen Pfeffer

Die Zwiebeln schälen und in feine Scheiben schneiden. In der Butter bei erst höherer und sobald die Zwiebeln anfangen Farbe zu nehmen immer tieferer Hitze hübsch hellbraun braten. Dabei muss man immer wieder umrühren und auch aufpassen, die Zwiebeln entscheiden sich dann irgendwann recht schnell zum Anbrennen. Wenn die Zwiebeln genug gebräunt sind – das geht schon so 20 Minuten- das Mehl unterrühren und mit dem Weisswein ablöschen. Die Bouillon dazugeben und mit Salz und wenig Thymian würzen.  Alles gut umrühren und die Suppe zugedeckt mindestens 20 Minuten köcheln lassen.

Weil ich keinen Klemmtoaster habe werden die Toastscheiben bei mir einzeln getoastet, einseitig wenig gebuttert und mit 2 Scheiben Toastschinken und mittig mit einer Scheibe Schmelzkäse für 10 Minuten in den 180°C heissen Ofen gestellt. Für mich gab es die Variante  einer einzelnen mit Senfbutter unter dem Käse und dann in Suppe versenkten Toastscheibe, mmhm.

Ich war glücklich mit allem, die Kinder mit dem Toast. Sie fanden den Thymiangeschmack etwas seltsam, der für sie in der Konzentration ungewohnt war und bemängelt wurde.  Aber sie haben lieb und  nett eine halbe Schale gegessen, da ist also noch Hoffnung.

Da hilft nur Üben, um sich an den Geschmack zu gewöhnen. Und ich habe dann noch die Chance ein Foto von der Suppe zu machen das ihrer würdig ist! Weil das sieht noch lange nicht so gut aus wie es schmeckt.

Auberginen mit Charmoula

Das ist ein Rezept aus dem sehr beliebten und tollen Kochbuch Jerusalem von Yotam Ottolenghi. Leider habe ich es noch immer nicht, aber weil es so beliebt ist findet man es sehr einfach auf einigen Blogs, auch deutschsprachigen. Gegessen habe ich diese Auberginen zum ersten Mal bei einer Freundin bei der ich sehr gerne eingeladen bin. Weil wir kochen dann zusammen, der jeweilige Gast ist der Hilfskoch. Und es ist immer chaotisch, viel später als erwartet fertig, zu viel und sehr, sehr gut! Die Auberginen gab es neben vielen anderen wunderbaren Essen, aber sie haben es  mir und dem Langen besonders angetan weil sie eine so schöne Mischung aus weich, saftig würzig und frisch sind. Das Joghurt und die Kräuter -oder auch Granatapfelkerne wenn man hat- dazu sind ein Muss!

Zutaten ( Vorbereitung: 10 Minuten, backen 50 Minuten)

  • 4 kleinere/mittlere Auberginen (ca. 1 kg)
  • 8 Teelöffel frische Chermoula (marokkanische Gewürzmischung siehe unten)
  • Olivenöl
  • Salz
  • je 1/2 Bund Koriander und Minze und frisches Joghurt

Die Auberginen gut waschen und mit dem grünen Blättern dran halbieren. Kreuzweise tief einschneiden ohne die Schalae zu verletzen und  je einem ordentlichen Teelöffel darauf verteilen. Einen ordentlichen Schuss Olivenöl darüber und für 50-60 Minuten in den auf 200°C vorgeheizten Backofen (Mitte, Ober/Unterhitze) geben. Die grob gehackten Kräuter und das Joghurt dazu reichen.

Da zu erwarten war dass sich die Begeisterung der Kinder in Grenzen hält – Wähhh Auberginen! Zum Glück machst du die nicht oft! hab ich dals Begleitung 4 halbierte, kurz mit Zitronensaft und Knoblauch marinierte Hendllhaxeln spendiert. Netterweise brauchen die genau gleich lang zum Braten! Und werden immer gegessen!!

Dazu gab es noch Couscous, in homöopathischer Dosis mit Minze und Koriander gewürzt um die Kinder an den Geschmack zu gewöhnen. Aber war wohl nicht homöopathisch genug, mehr als 1  Esslöffel wurde nicht gegessen. Aber dafür mehr Hendl als ihnen zustand!

Aber Wurscht, die sie haben immerhin höflich je eine Hälfte der halben Aubergine gegessen. Der Lange und ich haben sie mit Joghurt begossen, mit Kräutern überhäuft und mit Chiliöl gehübscht und zum Glück hatte ich nicht mehr gemacht wir hätten sie sonst auch noch verputzt!

Charmoula  (10 Minuten)

  • 3 Teelöffel gemahlener Kreuzkümmel
  • 3 Teelöffel gemahlener Koriander
  • 1 gehäufter Teelöffel Pimenton de la Vera oder Paprikapulver
  • 3 Knoblauchzehen, feingehackt
  • 3 Esslöffel Salzzitronenschale, feingehackt- ersatzweise  1 Esslöffel Zitronenzesten feingehackt
  • 100 ml Olivenöl
  • 1 Teelöffel Salz
  • und eigentlich auch 1-2 Peperoncini,  aber wir weiche immer noch aufs Chiliöl aus

Einfach alles mischen. Wenn man zuviel davon hat, so wie ich heute dann kann man es gut 1 Woche in einem Gläschen im Kühlschrank aufbewahren und anderweitig verwenden. Verträgt sich auch gut mit Fleisch und Fisch.

 

Randensalat roh mit Apfel

Seitdem ich die Zyliss Trommelreibe – heisst echt so- im Haus habe gibt es öfters mal geriebene Rohkostsalate. Und von Hand ist das sogar mir zuviel, mehr als zwei Karotten zu raffeln. Und weil dieser Salat fast ein wenig nach Erdbeeren geschmeckt hat kommt er als Standardrezept in unser Repertoire. Im Moment  weiss ich nicht ob dieses geniale Aroma von den helleren Bio-Randen aus dem Schülergarten oder dem Kastanienhonig kommt, aber egal: Hauptsache gut!

Zutaten ( ca. 20 Minuten)

  • 3 Esslöffel weisser Balsamicoessig
  • 1 Esslöffel Olivenöl
  • 1 Teelöffel Kastanienhonig
  • Salz
  • 300-400 g Randen (rote Rüben=Rohnen), geschält, in kleineren Stücken
  • 1 Apfel mit Schale, geviertelt und entkernt

Die ersten 4 Zutaten in der Salatschüssel mischen. Das gerüstete Gemüse und 3 der 4 Apfelviertel mit der feinsten Reibetrommel verarbeiten und mit der Sauce vermischen. Das letze Apfelviertel in feine Spalten schneiden und den Salat damit garnieren.

Diesmal gab es den Salat zu einer Haferflockensuppe und ein paar Rauchwürsteln als schnelles Mittagessen. Die Kinder sind nicht sooo begeistert, aber was soll’s: der Lange und ich sind es!

 

Kichererbsencurry

Lange kein Rezept mehr aufgeschrieben! Das an 5 Tagen arbeiten war keine so gute Idee. Theoretisch hätte das dazu führen sollen dass ich an 2 Tagen früher heimgekommen wäre, praktisch hätte ich darüber lachen können wenn ich rechtzeitig und entspannt genug heimgekommen wäre. Aber jetzt bin ich wieder an einem Tag zu Hause, uff.

Zum Brechen dieser unfreiwilligen Schreibblockade kann natürlich nicht irgendein Rezept daherkommen, das muss schon was besonderes sein!

Bei diesem Rezept bin ich sozusagen wieder mal der Ghostwriter für einen Gastblog des Langen. Dieses Rezept hat schon eine sehr lange Tradition bei uns, es hat seinen Ursprung ganz am Anfang unserer Beziehung. Und bevor seine Entstehung im Dunkeln der Erinnerung verschwindet, versuche ich seine Entstehung so gut es noch geht nachzuvollziehen:

Ich hate versucht ein Curry aus Kichererbsen zu machen mit Reis dazu, mit einer indischen Currypaste und es war ganz o.k.  Der Lange fand es auch o.k aber zu kompliziert und hat eine Modifikation erfunden die sich in einem Topf kochen lässt. Vielleicht sollte ich erwähnen dass er lange in einem Zimmer mit nur einer Kochplatte gewohnt hat?  Wie auch immer das Ergebnis war mehr als o.k. und hatte sich als Klassiker etabliert!

Ging dann aufgrund seiner nicht so kindertauglichen Geschmacks fast vergessen. Aber inzwischen sind die Kinder auch geschickt genug die Rosinen die sie gekocht nicht mögen selber aus dem Essen herauszuklauben, und dieses „Curry “ erlebt sein verdientes Revival. Im Moment noch in seiner milderen Version mit Currypulver, aber die Zeit der Currypaste kommt sicher auch wieder!

Zutaten ( Rüsten 15 Minuten, köcheln 20 Minuten)

  • 1 Esslöffel Oliven oder Rapsöl
  • 1 Zwiebel, feingehackt
  • 2 Esslöffel Rosinen
  • 1 Esslöffel Currypulver der Wahl (oder Currypaste, indisch !)
  • 2 kleine Dosen Kichererbsen, abgetropft ( 500 g gekochte Kichererbsen), am besten von Cirio
  • 1.5 Tassen Carolina Parboilded Reis (Migros!), ca 350 g
  • 3 Tassen Wasser

Zwiebeln in Öl so 5 Minuten dünsten, von Rosinen bis Reis alles in den Topf und verrühren. Das Wasser dazu und 20  Minuten köcheln, ab und zu schauen ob was anbrennt. Diese Zeit ist gerade perfekt geeignet in Ruhe einen grünen Salat mit geraffelten Karotten herzustellen, nach dem dieses Essen geradezu schreit. Ich kenne kein anderes Rezept dass die Kochphilosophie des Langen besser beschreibt!

Und wenn ich so nachdenke wäre es auch eine gute Beilage zu gebratenem Lamm und damit gästetauglich!

Lammnierstück mit Blumenkohl knusprig nach Claudia und Elly

Diesen genialen Karfiol (Blumenkohl) haben wir jetzt vor mehr als einem Jahr zum ersten Mal bei einer Freundin gegessen, die eben Claudia heisst. Und haben die Form praktisch an uns gerissen und die restlichen Krümel auch noch rausgekratzt. Ich hoffe unsere Begeisterung über das Essen hat diese Unhöflichkeit kompensiert. Der eigentliche Ursprung ist Elly’s Art , aber ich werde mich halt immer an Claudia erinnern bei diesem Rezept.

Inzwischen hat sich es sich als Standard etabliert. Wir essen ihn so zum Abendessen und mit Knoblauchjoghurt und Brot dazu, oder wie diesmal etwas gehaltvoller mit einem gebratenen Lammnierstück.  Und wenn man nicht so hungrig ist und die Lammnierstücke noch ein bisschen stehen lässt sieht es auch noch hübscher aus nach dem Anschneiden. Weil es dann eben nicht Saft verliert!

Blumenkohl (Rüsten: 510Minuten, blanchieren: 3 Minuten,  braten : 5 Minuten, im Ofen: 20 Minuten)

  • 1 kg Karfiol, geputzt in Röschen
  • 1 EL Butter
  • 1 El Olivenöl
  • 8 g Kreuzkümmel ganz (3 TL)
  • 8 g Koriandersamen ganz ( 3 TL)
  • 80  Mandeln geschält, fein gehackt
  • Schale einer Bio-Zitrone, fein gehackt (nur das Gelbe)
  • Saft einer Zitrone
  • 1-2 Chilischoten (oder eben nicht und stattdessen Chiliöl!)
  • Salz

Die Gewürze im Mörser zerquetschen, die Mandeln von Hand oder im Standmixer (kurz!!!) hacken, die Zesten von der Zitrone abreisen und dann die Zitrone auspressen.

Die Karfiolröschen 2-3 Minuten in kochendem Salzwasser blanchieren. man kann diesen Schritt auslassen und 10 Minuten Zeit im Ofen hinzufügen aber das wird nicht gleich gut. Ich habe es probiert.

Karfiol mit Butter, Öl, Mandeln und Gewürzen in einer Pfanne braten bis die Röschen Farbe annehmen. Dann mit Zitronenschale und Saft vermischen, bei Bedarf salzen und noch 20 Minuten bei Umluft 180°C im Ofen backen. Die Kinder fanden Koriander und Kreuzkümmel etwas heftig beim letzten Mal. Darum gab es für sie eine Extraportion nur mit Mandeln und Zitrone, und das hatten sie auch gern. Ich hab es auch probiert, und war wirklich auch gut und wäre sicher eine nette Beilage zu Fischfilets.

Lammnierstück mit Senf  und Kräutern, Zutaten pro Person

  •  1/2 bis 1 Lammnierstück pro Person
  • 1 Teelöffel Dijonsenf
  • 1 Teelöffel grober Senf
  • 1/2 Teelöffel grob gehackter frischer Rosmarin
  • 1/2 Teelöffel feingeriebener Knoblauch
  • Salz, Pfeffer
  • Butterschmalz oder Sonnenblumen/Rapsöl zum Braten. Für Olivenöl wird es zu heiss.

Das Fleisch 1 Stunden vor dem Braten aus dem Kühlschrank nehmen. Den Senf mit Rosmarin und Knoblauch vermischen und die Nierstücke damit bestreichen. Kurz vor dem Braten noch -wenig-salzen und pfeffern.

Bei hoher Hitze (8 von 9 Induktion) je eine Minute auf jeder Seite braten. Die Hitze auf 6 reduzieren und auf jeder Seite noch 1-2 Minuten  braten. Das Fleisch ist Medium wenn eine Fingerdruck eine kleine Delle entsteht die dann wieder weggeht und das Fleisch sich noch elastisch aber nicht ganz weich = roh  mehr anfühlt. Das Fleisch vor dem Anschneiden noch 10 Minuten ruhen lassen, dann läuft der Fleischsaft nicht aus.