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Spinatknödel

Falls jemanden langsam der Verdacht beschleicht, dass wir sehr gerne und sehr viel Spinat essen: er hat recht. Vor den Kindern haben wir die Spinatwähe vom Langem mit 1 kg Spinat drin zwar nicht immer locker, aber immer ganz verputzt.

Das hier ist auch Südtiroler Küche, göttlich gut am Gasthaus Vetter hinterm Brenner (Pass) mit brauner Butter und viel Parmesan. Mit 14 habe ich dann am Gardasee eine Variante gegessen die man etwas leichter überlebt, die Hälfte Knödel mit Tomatensauce. Dann kann man doch 3-4 Knödel essen ohne danach mindestens 2 Fernet Branca zum Überleben kippen zu müssen. Oder 2 Stunden schlafen.

Das ist die doppelte Menge, den man kann sie gut einfrieren und gefroren kochen oder steamen. Zweitens ist super, weil da zerfallen sie nie.

Zutaten

  • 400 (500) g Knödelbrot, trocken. Der beste Ersatz so far: Tessinerbrot 1 Tag alt würfeln und trocknen lassen. Man kann auch das frischere Knödelbrot nehmen, aber dann reduziert sich die Flüssigkeit und das ist nicht quantifizierbar weil ich bis jetzt immer trockenes genommen habe.
  • 500 g (650 g) ehackter Spinat
  • 4 Eier 53g + ( 5 Eier)
  • 150 (250) ml Milch
  • 2 (3) Knoblauchzehe in dünnen Scheiben
  • Salz
  • Muskat (1/8 Nuss, gerieben)
  • 1 Zwiebel feingehackt und in Butter angedünstet (wenn ich mag, heute mag ich nicht, zu faul)
  • 3 gehäufte Esslöffel Mehl

Das gibt 29 Knödel, 4 Knödel machen einen Erwachsenen mit normalem, guten Appetit und Kind 1 satt. Ich komme mit 3 zurecht, kompensiere aber ganz klar mit Käse und Butter.

Eier mit Milch, Spinat, Knoblauch und Gewürzen  gut durchmixen. Über das Brot giessen, falls da Zwiebel dazu und gut durchmischen. 20-30 Minuten durchziehen lassen. Wenn die Würfel im Innern noch trocken sind ein wenig Milch zugeben und noch ziehen lassen. Im Steamer darf und soll die Masse etwas feuchter sein. Das Mehl untermischen und dann mit nassen Händen Knödel (so 5 cm Durchmesser) formen und dabei etwas zusammenpressen.

Im Steamer bei 90°C bei 100 ° 20 Minuten garen, die Knödel auf ein gelochtes, mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Die einzufrierenden Knödel einzeln in Frischhaltefolie wickeln und

Kochen: in gut gesalzenem Wasser, 15 Minuten leicht köcheln. Wenn das Wasser stark kocht zerfallen nur die Knödel nicht, die dann wie Gummi schmecken. Wenn sie zerfallen, weinen. Oder einen Testködel kochen und wenn der lebt, alle anderen Knödel formen. Bei Zerfall einen EL Mehl unter die Masse und von vorne anfangen.

Jeder Gast zerreisst die Knödel mit Gabel und Löffel. Wer sie schneidet, sagt er damit: gottverdammt sind die zäh und hart. Also lieber bleiben lassen. Nach Bedarf mit Parmesan (oder einem anderen rezentem Hartkäse, ich liebe die Knödel mit Appenzeller oder Bergkäse) bestreuen und einen Teil der Knödel mit reichlich brauner Butter den anderen mit Tomatensauce begiessen (250 ml für 3 Personen).

Kartoffeltuile, Rüebligemüse und Omelette

Das ist ganz klar ein Essen das es nur gibt, wenn ich viel Zeit zum Kochen habe. Weil alleine für das Auflegen der Kartoffelscheiben brauche ich mindestens 20 Minuten. Das ursprüngliche Rezept für Kartoffeltuile ist aus dem Kochbuch von Irma Dütsch “ Esprit de cuisine“, hier ohne Kräuter. Nüchtern betrachtet ist es eine ziemlich aufwendige rohe Rösti, aber Kind 1 liebt es so und daher gibt es das 1-2 pro Jahr. Rüebligemüse daher die einfache Version aus dem Steamer, und ein Omelette für Kind 2 das Kartoffeln nicht oder nicht so sehr mag. Ob aus Protest oder prinzipiell ist bis jetzt immer noch nicht klar. Menge für 1E+2K. Mit 1 weiterem Omelette ist dann 2E+2K tauglich.

Kartoffeltuille

  • 600 g mehlige Kartoffeln (Fontane) 1mm dick gehobelt.
  • 15 g Butter
  • Salz

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Spatzlpfanne mit Zucchini

Das war gestern das Abendessen und ist ein Klassiker wenn ich totmüde, gestresst, schlapp und allein mit den Kindern bin.

Zutaten

  • Oliven oder Rapsöl
  • 600  -700 g Zucchini, gelb oder grün, in groben Würfel (eine weitere Riesenzucchini aus dem Schülergarten, daher entkernt)
  • 2 Cervelat, in Halbscheiben
  • 700 g Spatzln (aufgetaut :-))
  • 20 g Butter
  • Salz, Pfeffer.
  • Zucchiniwürfel kräftig anbraten so dass sie leicht angebräunt sind. Dann die Cervelat dazu, ebenfalls anbraten. Dann die Spatzen mit der Butter untermischen, heiss werden lassen oder mit mehr Geduld und Zeit die Spatzln anknuspern lassen. Fertig in 20 Minuten, gestern war es genug für die ganze Familie. Und wer mag, darf grosszugig pfeffern, passt gut dazu. Das würde auch ein grüner Salat, aber wie gesagt, todmüde. Ein anderes mal..

    Das geht auch mit Pilzen, Schweins- und anderen Cippolatas, Rüebli- oder sonstige Gemüsereste, Zwiebeln, Lauch, was auch immer. Kind 1 wünscht es sich jetzt mal ohne alles, nur mit viel Olivenöl.

    Apfelspatzln

    Das ist seit heute 12:13 eines DER Lieblingsrezepte der Kinder. Seit gefühlten 10 Jahren wollte ich das mal kochen. Das ist so ein Klassiker der österreichischen Alltagsküche, schnell, einfach, und wem es zu süss ist der kann auch vorher noch eine Suppe machen. Dann ist es ganz ultra-österreichisch.

    • 4 -5 grosse Äpfel, geschält und in Spalten geschnitten (Jonagold, Boskop, etwas  mit Säure und Charakter)
    • 30 g Butter
    • 1 EL brauner Zucker
    • 700 g Spatzln (1 Erwachsener, 2 Kinder) bis 1000 g ( 2 Erwachsener; 2 Kinder)
    • Zimtzucker zum Bestreuen

    Butter schmelzen, die Apfelspalten dazu und mit Zucker bestreuen. Und gelegentlichem Umrühren leicht karamellisieren lassen und dünsten bis die Äpfel weich genug sind. das geht so 20 Minuten, ziemlich genau die Zeit die man für die Spatzln braucht.

    Dann die Spatzln unterheben, warm werden lassen. Nach Belieben und elterlicher Erlaubnis mit Zimtzucker bestreuen.

    Spatzln

    Vermutlich  werden alle Schwaben aufschreien und manche Vorarlberger sagen dass wären doch Chnöpfle!, aber bei uns sind das da Spatzln. Und man sieht ja wie es dann so aussieht. Sie sind sehr beliebt bei den Kindern, besonders die Varianten Apfelspatzln und, nun ja, Spatzln mit brauner Bratensauce und Karottengemüse. Sie sind toll für ein schnelles Essen wenn man ein wenig Übung hat (20 Minuten) ganz besonders wenn man sie einfriert und über Nacht auftauen lässt.

    Zutaten – ergibt 1400 g Spatzln

    • 100 g Ruchmehl
    • 200 g Weissmehl (glattes Mehl)
    • 200 g Chnöpflimehl (Dunst)
    • 3 Eier
    • 5 g Salz
    • 350 g Wasser


    Zutaten schnell zu einem patzigen Teig verrühren, der in grösseren Batzen eben vom Kochlöffel runterfällt. In kochendem Salzwasser eintropfen mir Spatzlsieb oder was man so hat. Es gibt da  Diskussionen ob stehen lassen oder nicht, bei mir steht der Teig einfach solange bis Wasser kocht und nichts anderes ob Kind oder Essen meine sofortige Zuwendung braucht.Es eignet sich am besten ein hoher Topf, sonst kleben sie noch gern am Boden fest. Wenn das Wasser wieder hochkocht so nach 1-2 Minuten sind sie schon fertig. Ich fische bei mehreren Durchgängen mit einem Küchensieb raus. Sofort gründlich kalt abspülen. Einfrieren oder bei sofortiger Verwendung im Fett der Wahl kurz anknuspern.

     

    Beilage: 150 g /Erwachsener (ohne Salat und Suppe auch mal 200 g)
    Hauptmahlzeit: 200-250 g /Erwachsener
    100-150 g / Kinder 6-10 Jahren (aber das kann variieren)