Schlagwort-Archive: Zucchini

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Zucchiniquiche

Ich war in der Badi Enge schwimmen und hab eine sehr nette, nach Pilze schmeckende, leicht pikante Zucchiniquiche gegessen. Das war der erste Versuch sie nachzukochen. Fotos von der aufgeschnitten Quich gibt es leider nicht, weil wir waren sehr konzentriert damit beschäftigterstklassigen!  italienischen Spumante Alta Langa Brut (2013) , Crémant d’alsace (AC Prestige
Domaine Gruss) und Champagner (Louis Roederer Brut Premier) mit unseren netten Nachbarn blindzuverkosten.

Zutaten (4 Personen, 20 Minuten Arbeit, 1h insgesamt)

  • 300 ml Rahm
  • 20 g getrocknete Steinpilze
  • 500 g Wähenteig (oder weil ich heute faul bin 500 g Kuchenteig im Block von der Migros )
  • 3 Eier
  • 1 Messerspitze Paprikapulver oder Pimenton de la Vera
  • Salz
  • 800 g Zucchini, in 2-3 mm dicke Scheiben
  • 2-3 Zweige frischen Thymian

Rahm und Steinpilze aufkochen und stehen lassen. Den Teig auf einem Backpapier passend für ein rechteckiges Blech 33×30 cm2 auswallen, also so 3-5 cm länger und  breiter (zufälligerweise die Grösse vom Blech von meinem Kombisteamer).

Den Teig mit Papier in das Blech legen. Es sollte ein 3 cm Teigrand vorhanden sein. Wirklich NUR dann 10 Minuten bei 200°C Ober/Unterhitze oder 180°C Umluft Blindbacken wenn man SEHR viel Erbsen oder Keramikkugeln hat. Sonst holt man wie ich den Teig mir ziemlicher Hast wieder aus dem Ofen wenn man sieht wie der Teigrand in sich zusammenfällt.

Also lieber gleich die Zucchini schön dachziegelartig einlegen und mit Thymianblättchen bestreuen. Die Steinpilze feinhacken, mit Rahm , Eiern, Paprikapulver  und ordentlich Salz  – die Zucchini absorbieren einiges- zu einem Guss verquirlen und über die Zucchini lehren. Ich habe im Kombisteamer bei Umluft und 200°C 40 Minuten gebacken. Die Zucchini sollen hübsch braun sein. Bei Ober/Unterhitze wären es dann 220°C.  Die Quiche schmeckt wie so vieles besser lauwarm, aber auch bei Zimmertemperatur ist sie sehr gut.

Fazit: eine nette Quiche, passt super zu Champagner/ Crémant oder erstklassigem Spumante. Aber um an die geniale Quiche aus der Badi Enge ranzukommen braucht es doppelt so viel Gruss, deutlich mehr Steinpilze und mutigeren Paprikaeinsatz!! Auf ein nächstes Mal also :-).

 

Zucchini Risotto mit gebratener Hühnerleber

Kind2 geht in in Seebach in den Schwimmkurs, wo der Ausländeranteil hoch ist und der Migros daher lustige Sachen im Standardangebot hat wie geräucherte Zunge, gefrorene Hühnerlebern und Herzen und ähnlich  nette Sachen die sonst nicht so findet. Und weil ich dort nicht schwimmen kann- Schulschwimmanlage mit 1 Becken – gehe ich halt immer einkaufen. Ich koche selten Leber, weil nur ich die mag. Aber die Hühnerleber hat mich so nett angelacht, da habe ich sie mitgenommen. Und mit -wieder mal jahresunzeitgemässen- 2 Zucchini die im Kühlschrank so langsam unglücklich wurden zu einem Abendessen verarbeitet.

Ich habe mich also auf viel Leber – 300g Packung!- und wenig Risotto gefreut. Aber nicht mit Kind2 gerechnet. Das gab ein ähnliches Kampfessen wie bei den Miesmuscheln, aber was solls! Ich bin nicht mehr allein 😀 !!!

Leber (2 Personen, 25 Minuten)

  • 10 g Butter
  • 300 g Hühnerleber, geputzt, in appetlicher Häppchengrösse
  • 10 g Butter
  • 2 Zwiebeln
  • 100 ml Hühnerbouillon
  • Salz, Peffer
  • 1/2 Tl getrockneter Majoran

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Spatzlpfanne mit Zucchini

Das war gestern das Abendessen und ist ein Klassiker wenn ich totmüde, gestresst, schlapp und allein mit den Kindern bin.

Zutaten

  • Oliven oder Rapsöl
  • 600  -700 g Zucchini, gelb oder grün, in groben Würfel (eine weitere Riesenzucchini aus dem Schülergarten, daher entkernt)
  • 2 Cervelat, in Halbscheiben
  • 700 g Spatzln (aufgetaut :-))
  • 20 g Butter
  • Salz, Pfeffer.
  • Zucchiniwürfel kräftig anbraten so dass sie leicht angebräunt sind. Dann die Cervelat dazu, ebenfalls anbraten. Dann die Spatzen mit der Butter untermischen, heiss werden lassen oder mit mehr Geduld und Zeit die Spatzln anknuspern lassen. Fertig in 20 Minuten, gestern war es genug für die ganze Familie. Und wer mag, darf grosszugig pfeffern, passt gut dazu. Das würde auch ein grüner Salat, aber wie gesagt, todmüde. Ein anderes mal..

    Das geht auch mit Pilzen, Schweins- und anderen Cippolatas, Rüebli- oder sonstige Gemüsereste, Zwiebeln, Lauch, was auch immer. Kind 1 wünscht es sich jetzt mal ohne alles, nur mit viel Olivenöl.

    Torta di Zucchine – ligurische Zucchinitorte

    Nur 4 Wochen zwischen den ersten Rezepten! Aber mit Arbeiten und Kindern und Schlafen gibt es nicht soviel Zeit her. Und bin ja auch noch am Üben.

    Das ist eines von 4 Standardzucchinirezepten im Sommer. Schön leicht mit wenig Teig. Mit so dünnem Teig gibt es die Gemüsetorten in Ligurien, zumindest ganz sicher an  Küste in Levanto und Sestri Levanto, wo wir sie zum ersten Mal so und dann ganz oft gegessen haben in Bäckereien und Focaccerias.

    Die Fülle ist mit Inspiration von salepepe  nachgebaut. Der Teig  ist ein leicht veränderter Strudelteig mit angepasster Menge, der aber ziemlich gut an das Original kommt. Man kann ihn sicher gut mit fertigem Filo- oder Strudelteig ersetzten. Ich habe es aber nie ausprobiert. Das Rezept ist für eine 26 cm Wähenform


    Teig:

    • 80 g Weissmehl oder halb-halb mit Ruchmehl mischen
    • 10 g Olivenöl
    • 60 g lauwarmes Wasser
    • 1 TL Essig (weiss, kein Balsamico)

    Mit Gabel oder Kochlöffel vermischen bis die ganze Flüssigkeit gebunden ist. Dann mindestens 10 Minuten kneten bis er seidig glatt ist. Den Teig mit Öl bestreichen und in Klarsichtfolie einwickeln. Bei Raumtemperatur 1 h oder mehr rasten lassen. Man kann ihn auch am Vortag machen und in den Kühlschrank legen. Vor Verwendung aber wieder auf Raumtemperatur kommen lassen.


     

    Fülle:

    • 60 g (kleine) Zwiebel oder Schalotten, feingehackt
    • 700 g Zucchini in gleichmäßig dünne Scheiben geschnitten oder besser gehobelt (3 mm)
    • 60 g Risottoreis, fast weich gekocht
    • 3 Eier
    • 60 g Parmesan fein gerieben
    • Blätter von 1-2 Zweigen Thymian
    • Salz, Pfeffer

    Die Zwiebel in Olivenöl leicht andünsten, die Zucchini dazu geben und bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Umrühren 5 Minuten dünsten. Es soll nicht anbräunen und die Zucchinischeiben noch fest sein. Leicht auskühlen lassen. Eier mit Salz und Peffer verquirlen, Parmesan, Reis und Thymianblättchen einrühren.

    Die Form grosszügig mit Olivenöl fetten, auch den oberen Rand. Wenn man das vergisst, klebt dann der Teig dort und lässt sich nicht mehr schön über die Fülle falten.

    Teig aus der Folie auf ein Mehlhäufchen kippen und dünn auswallen und dann mit den Händen dünn ziehen und über die Form legen. Erst jetzt Zucchini mit der Eiermasse vermischen, hineingiessen und verteilen. Den dicken Rand vom Teig abschneiden oder auch nicht (in diesem Fall nicht), und den restlichen Teig über die Fülle in die Mitte ziehen. Mit Olivenöl beträufeln, im unteren Drittel bei 220°C Ober- und Unterhitze 40 Minuten backen. Lauwarm schneiden. Sehr nett mit Tomatensalat als Hauptmahlzeit oder für einen Aperitiv.